Die ungewöhnlichsten Restaurants in Mainz

Einzigartiges Konzept, spezielles Ambiente oder eine besondere Vergangenheit: In unserer Serie stellen wir Euch die ungewöhnlichsten Restaurants in Mainz vor. Heute: Teil 2.

Die ungewöhnlichsten Restaurants in Mainz

Mehr als nur Fresstempel: In unserer Serie stellen wir Euch ungewöhnliche Restaurants in Mainz vor. Ungewöhnlich wegen ihres Konzepts, ihres Ambientes oder wegen einer besonderen Geschichte. Im ersten Teil haben wir Euch bereits vier von ihnen vorgestellt, hier sind vier weitere.

Noah’s Restaurant

Pizza Margherita, Pizza Italiano oder Pizza Cheesy Garlic - zunächst klingt die Auswahl auf der Speisekarte in „Noah’s Restaurant“ nicht ungewöhnlich. Doch wer genauer hinschaut, sieht: Alle Pizzen sind vegan. Statt Käse gibt es Cashew-Mozzarella, die deftige Pizza Mimikri ist mit veganem Hackfleisch belegt.

Dass in Mainz noch nicht jeder für das Konzept bereit ist, zeigte sich, als Merkurist einen Artikel zur Eröffnung des Restaurants veröffentlichte. Es folgte ein kleiner Shitstorm auf Facebook. „Vegane Pizza....sorry aber langsam hört es doch auf!“, war noch einer der harmlosen Kommentare. Inhaber Yannik Wild nahm die Reaktionen gelassen: „Jeder hat seine eigene Meinung. Und jeder kann sich gerne von der Qualität der Pizzen überzeugen.“

Nonno Luigi

„Warum sollen wir im Großmarkt einkaufen, wenn wir den Markt vor der Tür haben?“ – Pasquale Maiurano setzt mit seiner Pastamanufaktur Nonno Luigi ganz auf regionale Zutaten und traditionelle Pasta. Dafür ließ sich Maiurano von Reisen nach Italien inspirieren. „Ich habe irgendwann angefangen, eine Art Tagebuch mit Rezepten und Ideen aufzuschreiben“, erzählte er kurz vor der Eröffnung im Sommer 2017. Mittlerweile seien daraus drei Bücher geworden.

Die Pasta wird morgens im ersten Stock frisch gemacht. „Sie wird nicht getrocknet ins Wasser gegeben, sondern frisch zubereitet gekocht. So ist der Geschmack viel intensiver.“ Die Küche ist dabei für jeden Gast einsehbar. Die Zutaten für die Pasta bezieht Maiurano direkt vom Markt. Eine der Spezialitäten: „flambierter Parmesan“. Die Pasta wird in einem Parmesanlaib serviert, der komplett angezündet wird.

Auch bei der Einrichtung wird das Thema Pasta immer wieder aufgegriffen: Käsereiben und Nudelsiebe dienen als Lampenschirme, ein Kochtopf als Waschbecken. Eine weitere Besonderheit ist das Klavier, das direkt am Eingang steht. Einen festen Pianisten gibt es aber nicht. Maiurano: „Jeder, der mehr als den Flohwalzer oder 'Für Elise' spielen kann, darf sich ans Klavier setzen - wer eine halbe Stunde spielt, bekommt die Pasta zum halben Preis.“

Le Bonbon

Als „urbane Bar mit moderner Küche“ beschreibt Veli Ivecen sein „LeBonBon“ in der Spritzengasse. Dabei setzt das Team auf Regionalität und Qualität sowie auf eine große Wein- und Spirituosenauswahl und hochwertiges Fleisch wie Dry Aged Beef. Vor etwa vier Jahren eröffnete das Le BonBon. Zunächst gab es Schwierigkeiten, doch mittlerweile habe sich das Restaurant in Mainz etabliert, wie Ivecen im April gegenüber Merkurist sagte.

Zum „Le BonBon gehören auch die besonderen Veranstaltungen. Jeden Dienstag gibt es das Überraschungsmenu „Knallbonbon“, zudem Afterwork-Veranstaltungen, Vernissagen oder Gin-Tastings. Mit seinen Brüdern Kamil und Özgür betreibt Veli Ivecen noch das Hintz und Kuntz und den Biergarten F. Minthe und bis vor kurzem auch noch das Lomo am Ballplatz.

Bruno

Angela Merkel, Helmut Kohl und sogar die Tochter von Che Guevara: Sie alle waren schon zu Gast in der Pizzeria Como-Lario „Da Bruno“ in der Neubrunnenstraße. Seit 1962 bietet das Restaurant Fleisch- und Nudelgerichte und natürlich Pizza an. „Viele haben schon als Kind bei uns Pizza gegessen und kommen heute immer noch gerne“, erzählte Geschäftsführer Piero Bellini gegenüber Merkurist.

Eine weitere Besonderheit: Mit der „Zeitungsente“ und anderen umliegenden Restaurants bildet das „Da Bruno“ eine Art Gastro-Gemeinschaft: Die Kellner der Restaurants bringen den Gästen der Zeitungsente das Essen an den Tisch – und das schon seit rund 30 Jahren. (pk)

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