Die ungewöhnlichsten Kneipen in Mainz

Einzigartiges Konzept, besonderes Ambiente oder kuriose Öffnungszeiten. In unserer Serie stellen wir Euch die ungewöhnlichsten Kneipen und Bars in Mainz vor. Heute: Teil 2.

Die ungewöhnlichsten Kneipen in Mainz

Ob urige Kneipe, Weinstube oder Hipsterladen: Wer abends etwas trinken gehen will, hat in Mainz die große Auswahl. In unserer Serie stellen wir Euch die ungewöhnlichsten Kneipen und Bars im Mainzer Nachtleben vor. Ungewöhnlich wegen der Einrichtung, den Öffnungszeiten oder weil sie einfach ein originelles Konzept haben. In unserem ersten Teil haben wir Euch bereits vier Kneipen und Bars vorgestellt, hier sind vier weitere Lokale.

Teilchen und Beschleuniger

Die „Bagatelle“ am Gartenfeldplatz war mit ihren fast 30 Jahren ein echtes Traditionslokal in der Mainzer Neustadt. Im vergangenen Sommer schloss das Lokal, im Januar eröffnete der Nachfolger „Teilchen & Beschleuniger“. Und der geht ganz andere Wege. Wenn man das Konzept des neuen Lokals mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es: Bier. Denn das zieht sich durch alle Bereiche: bei den Kupfer- und Goldtönen an den Wänden, beim Essen und natürlich bei den Getränken.

„Wir empfehlen den Gästen zum jeweiligen Essen die passende Biersorte, also beispielsweise Pils, Helles oder Stout“, erklärte Johanna Kaack, die sich um Organisation und Design kümmerte, vor der Eröffnung gegenüber Merkurist. Das Konzept orientiert sich dabei an einer Weinbar - nur eben mit Bier. Außerdem wird jede Speise mit Bier gekocht. Weitere Infos gibt es hier.

Viva Moguntia

Das Konzept des „Viva Moguntia“ in der Kartäuserstraße ist in Mainz einzigartig: Die Gäste zapfen an den Tischen ihr Bier selbst. Jeder Tisch hat dabei ein bestimmtes Länderbier, sei es „Schmucker“ für Hessen oder Bitburger für Rheinland-Pfalz. Am Ende des Abends wird ausgewertet, welcher Tisch am meisten gezapft hat.

Dieses Konzept sorgte allerdings immer wieder für Ärger. „Das Konzept ist darauf ausgelegt, dass die Gäste viel trinken“, sagte bereits 2016 ein genervter Anwohner gegenüber Merkurist. „Beim Viva Moguntia geht es nicht nur um ein wenig Lärm, sondern um Gäste, die vor dem Laden die Sau rauslassen.“ Seit Jahren hatte das Lokal deshalb Ärger mit dem Ordnungsamt. Seit zwei Monaten steht deshalb fest: Am 30. Juni wird das „Viva Moguntia“ zum letzten Mal öffnen. Wer das Konzept also nochmal miterleben will, hat noch knapp eineinhalb Monate Zeit.

Sixties

Wenn es um die größte Bierauswahl in Mainz ging, war das „Leon“ in Laubenheim wohl die ungewöhnlichste Kneipe. Mehr als 200 Biere aus aller Welt hatte das „Leon“ im Sortiment. Hatte - denn seit Anfang das Jahres gibt es die Kneipe nicht mehr. Das „Sixties“ in der Großen Langgasse gibt es dagegen immer noch. Stolze 120 Biere verkauft das Lokal, darunter rund 50 Craftbiere und 18 Biere vom Fass.

Das „Sixties“ ist ohnehin eine der Kultkneipen in Mainz. An den Wänden hängen Bilder der Beatles und der Rolling Stones, aus den Lautsprechern kommt Musik aus den 60er und 70er Jahren, die Einrichtung wurde von einem echten Pub in England übernommen. Im Raucherbereich gibt es einen Kicker, einen Flipper und einen Dartautomaten. Außerdem versammeln sich im „Sixties“ an jedem Wochenende die Fußballfans - vor allem, wenn Mainz 05 spielt.

Salon 3Sein

Alles fing mit einem Traum an: „In dem Traum saßen viele Leute an einer großen Tafel, jeder unterhielt sich mit jedem, alles war zwanglos“, erzählt Norbert Schön im Januar gegenüber Merkurist Genauso wie im Traum gestaltete er auch den neuen „Salon 3Sein“. „Es gibt zwei große Tafeln in der Mitte, dazu einige kleinere Tische, auch an der großen Theke kann man sitzen“, so Schön. Mittlerweile hat der Salon eröffnet. Zusammen mit dem Schon Schön und dem Café Blumen hat Schön neben der Peterskirche einen richtigen Hotspot geschaffen.

Von morgens bis abends ist der Salon 3Sein ein Café, abends wird daraus eine Bar, die bis nachts geöffnet hat. Auch die Einrichtung sucht in Mainz ihresgleichen. Schön sagt: „Wir orientieren uns ein wenig an den Zwanzigerjahren, haben unserer Kreativität einfach freien Lauf gelassen.“

Ihr kennt weitere ungewöhnliche Kneipen und Bars in Mainz? Postet sie als Kommentar unter den Snip. (df)

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