Das sind die schönsten Mainzer Gebäude

Besonders alt, besonders schick, besondere Geschichte: In unserer Reihe stellen wir Euch die schönsten Mainzer Gebäude vor. Heute: der Mainzer Dom.

Das sind die schönsten Mainzer Gebäude

Wer durch Mainz läuft, wird immer wieder schöne Gebäude entdecken: die Markthäuser, den Dom, den Osteiner Hof. Alle sind immer wieder ein beliebtes Fotomotiv. Wir haben Euch gefragt, welche Gebäude für Euch die schönsten in Mainz sind. In unserer Reihe stellen wir sie vor. Der zweite Teil dreht sich nun um den Mainzer Dom.

„Im Schatten des Doms“

„Wir alle wir leben im Schatten des Doms“- das singt Thomas Neger in einem seiner bekanntesten Lieder. Doch damit hat er recht: Kaum ein anderes Gebäude in Mainz ist in den sozialen Medien so beliebt wie der Mainzer Dom. Die Architektur des Doms geht zurück auf Erzbischof Willigis (975-1011). Sein Entwurf sollte seinen großen Einfluss im Reich und in der Kirche widerspiegeln. Dabei sollte sich der neue Mainzer Dom von den anderen Kirchen abheben: der Hauptaltar befand sich im Westen und auch mit dem Bau des Atriums und der Eingangskirche orientierte er sich mehr am römischen Vorbild.

Immer wieder zerstört und aufgebaut

Der Dom, wie Erzbischof Willigis ihn bauen lies, wurde in der Französischen Revolution schwer beschädigt. Am 28./29. Juni 1793 wurde er teilweise zerstört. Die Mainzer konnten ihn aber nicht sofort wieder aufbauen - er wurde vom Militär als Lebensmittellager genutzt, ein Großteil der Inneneinrichtung verkauft. Erst im Jahr 1803 konnte der Bischof des neugegründeten Bistums Mainz mit dem Wiederaufbau beginnen.

Doch auch mehr als hundert Jahre später sah es wieder nicht gut aus für den Dom: Während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland gerieten die Domdächer und der Kreuzgang nach mehreren Luftangriffen in Brand. Zwei Jahre später wurden durch Sprengbomben noch weitere Teile zerstört.

Danach dauerte es mehr als 30 Jahre, bis die Wiederaufbau- und Renovierungsmaßnahmen abgeschlossen waren. Das Bauwerk in romanischem Stil zeigt trotz der häufigen Bauarbeiten auch heute noch gotische, barocke und historistische Elemente.

Seit der 100-Jahr-Feier 1975 hat der Dom seine typische Farbe - abgestufte Rottöne, ein schützender Anstrich für die Kathedrale. Doch wer denkt, dass damit die Geschichte der Renovierungs- und Wiederaufbauarbeiten beendet ist, der irrt sich: Schon seit dem Jahr 2000 wird wieder renoviert. Seitdem wird am Dom immer wieder gebaut - ein Foto zu machen, auf dem kein Gerüst zu sehen ist, ist fast unmöglich.

Fakten, Fakten, Fakten

Abgesehen von seiner Geschichte hat der Mainzer Dom noch ein paar interessante Zahlen und lustige Fakten vorzuweisen. So steht der Dom auf insgesamt 4600 Quadratmeter Grundfläche. Der höchste der drei Türme, der Westturm, ist 82,5 Meter hoch. Die Außenlänge des Gebäudes beträgt 116 Meter. Doch es gibt noch mehr Fakten zum Dom, die Ihr wissen müsst: Der Dom twittert (wir berichteten). Täglich heißt es dort „DONG DONG DONG“. Je nach Uhrzeit twittert der Dom die Anzahl der Glockenschläge. (mm)

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