Das sind die neuen Ortsvorsteher

Die Stichwahl am 16. Juni hat entschieden - die Ortsvorsteher der 15 Mainzer Stadtteil stehen fest. In sieben von ihnen gibt es neue Gesichter. Wir stellen sie in einer kleinen Serie vor.

Das sind die neuen Ortsvorsteher

15 Mainzer Stadtteile, 15 Ortsvorsteher - und unter ihnen sieben neue Gesichter. Bei der Stichwahl am 16. Juni sind sie in ihre Ämter gewählt worden. Wir stellen sie vor.

Oberstadt: Daniel Köbler (Grüne)

Für Daniel Köbler war sein Sieg bei der Ortsvorsteher-Wahl eine „totale Überraschung“. „Ich habe mit meiner Familie zusammengesessen und wir haben das Ergebnis gemeinsam gefeiert. Schön, dass es gereicht hat.“ Später habe er sich dann mit den ehrenamtlichen Helfern getroffen, um mit ihnen zu feiern. „Das war noch etwas intensiver“, sagt der Landtagsabgeordnete und lacht.

Der 38-Jährige ist in der Oberstadt geboren und aufgewachsen. Er schätzt die Menschen, die dort in „ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit“ zusammenleben. „Es ist ein Querschnitt durch die Gesellschaft.“ Außerdem sei die Oberstadt die „grüne Lunge“, die auch gute Möglichkeiten zur Naherholung biete.

Deswegen möchte sich Köbler auch für den Erhalt des Grüngürtels einsetzen. Unter anderem fordert der Grünen-Politiker eine Erhaltungssatzung für die Grünanlagen. „Es gibt unter der Hand immer wieder Interessenten, die in der Oberstadt etwas bauen wollen. Dem möchte ich damit entgegen treten.“ Auch bezahlbarer Wohnraum ist für den Grünen-Politiker ein Thema. Er sei seit 15 Jahren bereits am Thema GFZ-Kaserne dran. „Würde sich die Bundeswehr an Zeitpläne halten, könnten wir dort bezahlbaren Wohnraum realisieren.“ Auch einen Veranstaltungsraum für Bürger wünsche sich der 38-Jährige. „Eine Oberstadt-Identität soll entstehen, die Viertel können sich besser untereinander vernetzen.“

Mombach: Christian Kanka (SPD)

„Als mich die ersten Glückwünsche um kurz nach 18 Uhr erreicht haben, wusste ich noch gar nicht, dass bereits erste Ergebnisse aus Mombach veröffentlicht wurden, denn zu diesem Zeitpunkt war ich auf dem Weg ins Rathaus“, sagt der neue Mombacher Ortsvorsteher Christian Kanka über den Wahlabend. „Natürlich ist mir ein Stein vom Herzen gefallen und die Aufregung hat sich schnell gelegt. So richtig kann ich es noch gar nicht glauben, dass ich nun mit diesem sehr deutlichen Ergebnis zum Ortsvorsteher gewählt wurde.“ Nun habe er fünf Jahre Zeit, um dieses Vertrauen und die Dankbarkeit zurückzugeben und Mombach voranzubringen.

Als sein wichtigstes Ziel sieht der 27-Jährige den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil zu fördern. „Meine Idee mit einem Dämmerschoppen auf dem Platz vor der Ortsverwaltung hat in Mombach bereits tollen Zuspruch gefunden. Das würde ich gerne fortführen.“ Auch der Markt sei mittlerweile eine fest eingerichtete Institution im Ortsleben. „Hier möchte ich versuchen, dass es auch arbeitstätigen Bürgern möglich wird, den Markt auch nachmittags besuchen zu können.“ Des Weiteren gebe es im Stadtteil ein großes Potenzial in den Vereinen. „Dieses Potenzial will ich nutzen und mit den Vereinen ins Gespräch kommen, um Ideen für Mombach auszutauschen“, so der Rechtsreferendar, der seit seiner Geburt im Stadtteil lebt.

Für Kanka ist Mombach „ein Stadtteil mit Herz“. Auch wenn viele Mombach als Industriestandort sehen, so habe Mombach noch immer einen dörflichen Charakter mit einem wunderschönen und einzigartigen Naturschutzgebiet, das zu Naherholung genutzt werden könne. „Ich bin mir sicher, dass man in Mombach noch einiges bewegen kann.“

Am Mittwoch haben wir Euch bereits die neuen Ortsvorsteher für Finthen, die Neustadt und Hechtsheim vorgestellt. Hier geht es zu Teil 1. (pk)

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