3 berühmte Gebäude in Mainz, die nicht mehr existieren

Viele Gebäude sind aus Mainz verschwunden. Sie existieren nicht mehr, weil sie im Krieg zerstört wurden oder aus Stadtplanungsgründen abgerissen wurden. Wir stellen sie euch vor. Heute: Teil 2.

3 berühmte Gebäude in Mainz, die nicht mehr existieren

Stadthalle, MediaDrom und das alte St. Bonifaz: Wir stellen euch beeindruckende Mainzer Bauwerke vor, die heute nicht mehr existieren. Hier geht es zu Teil 1.

Stadthalle

Heute feiern die Mainzer Großveranstaltungen in der Rheingoldhalle. Der Vorgänger war die Stadthalle, die nach Plänen von Eduard Kreyßig errichtet worden war. Die Bilder zeigen die Stadthalle um das Jahr 1900.

Im 19. Jahrhundert war sie mit einem Fassungsvermögen von 5000 Zuschauern das größte Festgebäude in ganz Deutschland. Seit 1884 stand die Halle am Rheinufer, im Februar 1945 wurde sie am Ende des Zweiten Weltkrieges jedoch nahezu völlig zerstört. Einige Jahre lang wurden die bestehenden Gebäudeteile der Festhalle weiterhin provisorisch genutzt, letztlich allerdings abgerissen.

Altes St. Bonifaz

Verglichen mit anderen Mainzer Kirchen wie dem Dom oder der Christuskirche ist St. Bonifaz in der Neustadt nicht gerade ein Schmuckstück. Der heutige Bau wurde im Jahr 1954 fertiggestellt. Neun Jahre zuvor war der ursprüngliche Bau im Zweiten Weltkrieg zerstört worden.

Und wie alte Bilder beweisen war der Ursprungsbau durchaus beeindruckend. Die neugotische Basilika war Ende des 19. Jahrhunderts gebaut worden. Zusammen mit dem Mainzer Hauptbahnhof, der zehn Jahre vorher eröffnet wurde, bildete die Kirche ein perfektes Eingangstor für Zugreisende.

MediaDrom in Finthen

Die Geschichte des MediaDroms begann Mitte der 90er-Jahre und ging auf eine Idee des ZDF zurück. Wie die Seite quotenmeter.de schreibt, wollte der Sender damals seinen Altersdurchschnitt senken. Dafür erfanden die Verantwortlichen das neue Fernsehformat „Power Vison“, das vor allem jüngeres Publikum ansprechen sollte. Das ZDF versprach den Zuschauern ein „musikalisches Beben“ – und dieses sollte im MediaDrom stattfinden. Bis zu 4000 Besucher und zwei Bühnen fasste die extra für die Show entworfene, transportable und aufblasbare Hightech-Halle.

Zum Auftakt des Formats am 24. November 1995 stand das MediaDrom dann auf dem Flugplatz Finthen, wo man innerhalb von wenigen Tagen gleich mehrere Shows aufzeichnete. Die Titel der einzelnen Konzerte waren „Deutsch pur“, wo unter anderem PUR und Schwester S (Sabrina Setlur) auftraten, sowie „Alternative Rock“ mit Fury In The Slaughterhouse und Alanis Morissette. Mit die besten Quoten hatte die Ausgabe „Dancecharts“ mit Techno- und Euro-Dance-Stars wie Scooter, Dune und Culture Beat.

Insgesamt blieben die Quoten jedoch weit hinter den Erwartungen zurück. Nach einer weiteren Ausgabe mit dem Titel „Die Fete“ setzten die Verantwortlichen des ZDF das Format wieder ab. Mit dem Ende von „Power Vision“ wurde auch das MediaDrom überflüssig. Nach Aussagen der ZDF-Pressestelle sei es vom Architekten zunächst eingelagert, dann mehrfach verkauft und zuletzt am Hamburger Hafen aufgestellt worden. Der aktuelle Verbleib ist ungeklärt.

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