5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Wir stellen euch skurrile Geschichten vor, die sich in Mainz ereigneten. Heute: Teil 13.

5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Fahrer mit „Wiespadener“ Nummernschild unterwegs, Ärger um „Nestle Girls“ und Spritztour mit Feuerwehrauto: Hier sind fünf kuriose Geschichten aus Mainz.

Jugendliche machen Spritztour mit Feuerwehrauto

Im August 2018 stiegen zwei Jugendliche (18 und 19) in eine Mainzer Feuerwehrwache ein, indem sie durch ein gekipptes Fenster griffen und es öffneten. Dort stahlen sie ein Feuerwehrauto. Anschließend fuhren sie in Richtung Wiesbaden. Unterwegs nahmen sie noch weitere Jugendliche mit.

Auch als sie zurück in Mainz waren, nahmen sie noch drei Mädchen in das Feuerwehrauto auf. Polizisten hielten das Feuerwehrauto an und kontrollierten die mittlerweile sieben Personen. Alle wurden auf die Polizeiwache gebracht. Gegen die Jugendlichen wurden Strafanzeigen gestellt.

Ärger um „Nestle Girls“

Im Werk in Mombach produzierte der Lebensmittelkonzern „Nestlé“ jahrzehntelang Kaffee und Kakao. Mit Lebensmitteln hatten die „Nestle Girls“ ein paar Straßen allerdings wenig zu tun – nur der Name des Bordells erinnerte an den Konzern. Gegenüber Merkurist bewertete das ein Rechtsanwalt Ende 2016 kritisch. Das Unternehmen könne großes Interesse daran haben, dass sein Name nicht in Verbindung mit dem Bordell gebracht wird und auf Rufschädigung plädieren. Nestlé teilte auf Anfrage mit, den Fall prüfen zu wollen. Kurz darauf reagierte auch das Bordell: Am 9. Dezember hing das Schild „Nestle Girls“ nicht mehr über dem Hauseingang. Danach wechselte das Etablissement noch einige Male den Namen. Der Nestlé-Konzern schloss sein Mainzer Werk ein Jahr später.

Labrador fährt alleine mit dem Zug nach Mainz

Kurioses aus der Tierwelt: Im April 2017 riss ein beiger Labrador aus und fuhr alleine mit dem Zug von Saulheim nach Mainz. Der ausgewachsene Rüde sprang morgens am Saulheimer Bahnhof in einen wartenden Zug, der kurz darauf weiterfuhr. Ein Fahrgast auf dem Weg nach Mainz kümmerte sich im Zug um den Hund und übergab ihn im Hauptbahnhof der Bundespolizei.

Über die Tasso-Nummer auf der Hundemarke am Halsband konnte die Bundespolizei die wohl ziemlich überraschte Hundebesitzerin ausfindig machen und kontaktierten. Bis er abgeholt wurde, blieb der Labrador, der auf den Namen „Meso“ hörte, bei den Polizisten auf dem Revier.

Frau tankt an geschlossener Tankstelle

Und nochmal das Jahr 2017, dieses Mal im September. Eine 21-jährige Frau hielt gegen 23:15 Uhr an einer Tankstelle in der Saarstraße und tankte ihren Wagen. Als sie anschließend bezahlen wollte, bemerkte sie, dass der Laden zu war und die Tankstelle bereits geschlossen hatte. Um keine Straftat zu begehen, alarmierte die 21-Jährige die Polizei und übergab den Beamten das Geld für die Tankfüllung.

Die Beamten kontaktierten daraufhin den Besitzer, der offensichtlich vergessen hatte, die Zapfsäulen zu verriegeln. Ob andere Kunden nach Ladenschluss an der Tankstelle getankt hatten, ohne anschließend zu bezahlen, ist unklar. In solchen Fällen würde es sich allerdings um Betrug handeln und es könnte zu Strafanzeigen kommen, so ein Sprecher der Polizei damals.

„Wiespadener“ mit selbstgemaltem Nummernschild unterwegs

Mit einem besonders kuriosen Nummernschild hatte es die Mainzer Polizei im Dezember 2016 zu tun. Ein Zeuge meldete der Polizei einen Schlangenlinien fahrenden Autofahrer auf der B9 in Richtung Mainz. Der Wagen sei außerdem dunkel und habe keine Heckscheibe. Nachdem der Zeuge den Beamten das Kennzeichen des Pkw durchgab, überprüften die Polizisten es. Auf der Anfahrt stellte die Polizei schon einmal fest, dass dieses WI-Kennzeichen nicht vorliegt.

Als sie den Kombi in der Wormser Straße erreicht hatten, bemerkten sie, dass das auf dem Fahrzeug angebrachte WI-Kennzeichen mit einer selbst gezeichneten TÜV-Plakette und zwei selbst gezeichneten Plaketten der Landeshauptstadt Wiesbaden versehen war – inklusive absurder Rechtschreibfehler.

Der Fahrer gab an, das Fahrzeug gerade gekauft zu haben. Er konnte einen Kaufvertrag vorzeigen, der telefonisch beim Verkäufer verifiziert wurde. Ein Alkoholtest ergab, dass er 0,0 Promille hatte, die Schlangenlinie rührten von der „ausgeschlagenen Lenkung“ des Fahrzeugs her. Allerdings stellte die Polizei fest, dass gegen den Mann noch ein offener Haftbefehl bestand, was zur Folge hatte, dass der 56-jährige Wiesbadener erst einmal in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde. Die Nummernschilder wurden sichergestellt.

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