5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Wir stellen euch skurrile Geschichten vor, die sich in Mainz ereigneten. Heute: der elfte Teil.

5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Gaga-Spuren in der Kaiserstraße, Triathlon-Drama und Fahrschule sorgt für Lacher: Hier sind fünf kuriose Geschichten aus Mainz.

Polizei stoppt Festival-Besucher

August 2019: Eine Gruppe von rund 50 Techno-Fans aus dem Raum Freiburg ist mit ihren Wohnanhängern, Zelten und einem eigenen Bieranhänger auf der A61 bei Bornheim unterwegs – auf dem Weg zum Festival „Nature One“. Den Bieranhänger hatte die Gruppe mit Kühlschränken und anderen Gegenständen so vollgestopft, dass er mehr als ein Drittel überladen war.

Gaga-Spuren in der Kaiserstraße

Was war denn da an der Baustelle in der Kaiserstraße los? Statt einer geraden Spurmarkierung hatten Arbeiter am 13. Januar 2020 auf die Straße nur wilde Schlangenlinien aufgetragen. Wer hier der Fahrbahnmarkierung folgte, musste allerdings keine Strafe fürchten.

Im Gegenteil: Die Polizei Mainz gab sogar ihren Segen zum Straßen-Slalom. „Wenn hier jemand in Schlangenlinien fährt, wäre das in diesem Fall nicht schlimm. Die Verkehrsführung ist ja so vorgegeben“, sagte ein Polizeisprecher im Scherz. „Möglicherweise war der Arbeiter beim Auftragen der Spur ein bisschen müde“, so der Sprecher weiter.

Fahrschule sorgt mit Facebook-Post für Lacher

Im März 2019 musste die Weisenauer Fahrschule Baroli zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder ihren Hof sanieren. Deshalb konnten die Fahrschulautos in der Nacht von Sonntag auf Montag dort nicht geparkt werden. Doch Inhaberin Claudia Baroli und ihr Mann Torsten hatten dafür eine Lösung: Sechs der acht Autos nahmen Fahrlehrer mit nach Hause, die zwei restlichen wurden in der Nähe der Fahrschule geparkt. „Wohlgemerkt im öffentlichen Verkehrsraum, das ist nicht verboten“, so Torsten Baroli damals. „Und das nur eine Nacht lang.“

Für einen Nachbarn oder eine Nachbarin war das aber offensichtlich schon zu viel. In einem Facebook-Post schrieb Baroli: „Heute Morgen haben wir dann je einen Schmierzettel an jedem dieser zwei Fahrzeuge gefunden.“ Auf diesen stand: „Das ist ein Wohngebiet und kein Fahrschulparkplatz.“ Einer der Fahrlehrer habe die Zettel mit in die Fahrschule gebracht und dem Team gezeigt, erzählt Baroli. „Wir haben Tränen gelacht.“

In dem Facebook-Post machte sich Baroli über den anonymen Schreiber lustig. „Liebe(r) Zettelschreiber(in), wir haben gemeinschaftlich beschlossen, Sie hiermit zum Hobby-Bobby des Jahres 2019 zu ernennen“, heißt es darin unter anderem. Am Ende des Posts zeigt sich Baroli aber versöhnlich: „Sollten Sie drüber reden wollen, wir laden Sie gerne auf eine Tasse Kaffee ein. Besuchen Sie uns doch kurz - nicht uniformiert - in unserem Büro. Wir lächeln anschließend mal gemeinsam über die viele Arbeit, die Sie sich völlig unnötig gemacht haben.“

Triathlon-Drama

Großes Drama beim City-Triathlon 2005: Als die Führende des Frauen-Rennens in Richtung Schillerplatz durch die Mainzer Altstadt lief, sollte sie laut Streckenplan eigentlich von der Ludwigsstraße aus in die Weißliliengasse abbiegen. Dumm nur, dass der Motorradpolizist, der vor ihr wegfuhr, die Strecke offenbar nicht mehr richtig im Kopf hatte. Und so bog er fälschlicherweise in die Große Langgasse ab - die Triathletin folgte.

Der heutige Polizeipressesprecher Rinaldo Roberto war an diesem Tag einer der Kollegen des Motorradpolizisten. Ihm dämmerte, dass etwas gewaltig schiefgelaufen war. Doch bis der Patzer korrigiert war und die Triathletin wieder den Weg zurück auf den richtigen Kurs finden konnte, war sie ihre Führung los. Letztlich beendete die Athletin das Sport-Event nur auf dem dritten Rang und war entsetzt.

Norbert Blüm stürmt die Bühne

Kurioser Moment bei „Mainz bleibt Mainz“ 1992: Gerade als sich „Erna aus Ostpreußen“ alias Manfred Friedrich über Blüms Rentenpolitik auslassen wollte, nutzte Blüm eine Kunstpause, um auf die Bühne zu gehen. „Erna“ sagte damals: „Als ich Blüm nach meiner Rente gefragt habe - hören Sie mal zu, was er da geantwortet hat.“ Unter dem Beifall des Publikums ging Blüm ans Mikrofon und sagte: „Mädchen, so lange wir regieren, hast du eine gute Rente.“ Danach tobte der Saal.

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