Diese Mainzer Lokale werden schmerzlich vermisst

Manche Lokale kommen und gehen und man merkt es gar nicht. Bei diesen ist es anders: Wir stellen euch frühere Kneipen, Bars, Restaurants und Clubs vor, die in Mainz fehlen. Heute: Teil 10.

Diese Mainzer Lokale werden schmerzlich vermisst

In unserer Serie stellen wir euch Kneipen, Bars, Restaurants, Cafés und Clubs vor, die in den vergangenen Jahrzehnten schließen mussten – und die wir schmerzlich vermissen. Im ersten, zweiten, dritten, vierten, fünften, sechsten, siebten, achten und neunten Teil haben wir euch bereits frühere Lokale vorgestellt, hier sind drei weitere, die in Mainz fehlen:

Café Muffin’s

16 Jahre gab es im Café Muffin’s in der Quintinsstraße Kaffee, Kuchen und Bagels. Betrieben wurde das Café von der Familie Raupach. „Alle haben mitgeholfen: Mein Mann im Büro, mein Sohn während seiner Studienzeit als Aushilfe und meine Tochter Jessica ist seit 15 Jahren im Betrieb dabei“, erzählte Astrid Raupach im Februar 2018 gegenüber Merkurist.

Doch kurz darauf war Schluss. Einer der Gründe: „Man merkt schon, dass immer mehr Leute vom Land nicht mehr in die Stadt fahren, um einzukaufen, sondern lieber im Internet bestellen.“ Diese Laufkundschaft fehle dann auch in den Cafés, sagte Raupach. Sie verständigte sich mit dem Vermieter einvernehmlich darauf, das Mietverhältnis zu beenden.

Nachfolger wurde kurz darauf das Café Oh, das im Jahr 2020 wieder schloss. Seit Mai letzten Jahres befindet sich die Juwelierkette 123Gold in den Räumen.

Bogarts

Billard, Darts, Airhockey: Das und mehr gab es jahrzehntelang im Bogarts in der Rheinallee in Mombach. Doch im September 2020 war Schluss. Auch wenn das Ende mitten in die Corona-Zeit fiel, war die Pandemie nicht der ausschlaggebende Punkt. Der damalige Betreiber wollte sich künftig auf andere Geschäftsfelder konzentrieren.

Anfang Oktober wurde noch das Inventar des Bistros auf einem Flohmarkt verkauft. Die Räume übernahm Fahrrad Franz, das vom Mombacher Kreisel ins ehemalige Möbelhaus Roller zog.

Bocado

Tapas, Brunch und Cocktails: Das Bocado in der Rheinstraße war jahrelang einer der Treffpunkte in der Mainzer Altstadt – oft noch bis spät in die Nacht. Doch im Jahr 2016 schloss das Kultlokal. Über die Schließung des Bocado wurde viel spekuliert. Letztlich waren es „familiäre Gründe“, die den Ausschlag gaben, wie der ehemalige Geschäftsführer gegenüber Merkurist sagte. Er zog mit seiner Frau ins Ausland.

Nachfolger wurde das Sushi-Lokal „Hoi An QT Sushi & Indochine Kitchen“. In unserer Umfrage landete das Lokal kürzlich auf Platz 4 bei den besten Sushi-Lokalen. Der Schriftzug des Vorgängers Bocado war bis vor einigen Monaten noch an der Fassade zu sehen.

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