Was aus den 90er-Jahre-Stars von Mainz 05 wurde

Was aus dem ehemaligen Mainz 05-Spieler Jürgen Klopp geworden ist, weiß jeder Fußball-Fan. Doch welche Karrieren legten andere Stars hin, die in den 90er-Jahren für Mainz 05 am Ball waren? Wir haben nachgeforscht.

Was aus den 90er-Jahre-Stars von Mainz 05 wurde

Die Fans machten sich auf zum Bruchweg, die Spieler bekamen ihre Gehälter in D-Mark ausgezahlt und die Mannschaft spielte noch in der zweiten Liga: In den 90er-Jahren war bei Mainz 05 noch vieles anders. Die Popularität einiger Spieler aus dieser Generation ist bei den Fans aber weiterhin ungebrochen. Doch was machen diese 90er-Stars eigentlich heute? Merkurist zeigt Euch im ersten Teil unserer Serie, welchen Karriereweg sechs Spieler nach ihrer aktiven Laufbahn beim FSV eingeschlagen haben. In den nächsten Tagen folgen weitere Teile.

Bruno Akrapovic

Obwohl er nur drei Jahre (1994 -1997) bei Mainz 05 spielte, dürfte Bruno Akrapovic noch heute vielen Fans wegen seiner Vokuhila-Frisur in Erinnerung geblieben sein. Nachdem er mit Mainz den Aufstieg in die erste Liga verpasste, wechselte er zu Tennis Borussia Berlin, weil er dort, wie er dem Magazin 11 Freunde verriet, 12.000 Mark mehr Grundgehalt verdiente.

2014 arbeitete der Bosnier noch auf Gibraltar als Trainer, 2015 kehrte er dann nach Deutschland zurück und kickte für die Alten Herren des FC Augsburg. Anfang 2017 wurde er als Coach des Klubi Futbolistik (KF) Shkendija in Mazedonien gefeuert. Aktuell ist er Trainer beim bulgarischen Erstligisten Lokomotive Plovdiv.

Mike Janz

Einen eher ungewöhnlichen Karriereweg nahm Mike Janz. Fast 70 Zweitliga-Spiele bestritt der inzwischen 50-Jährige für die Mainzer. Doch dann endete seine Karriere eher abrupt. „1992 habe ich mir das Kreuzband gerissen“, sagte Janz gegenüber Merkurist. Noch während seiner Reha begann er, Medizin zu studieren.

Anfangs spielte er noch parallel zum Studium für die zweite Mannschaft der 05er. Doch Mitte der 90er-Jahre entschied er, sich komplett auf die Medizin zu konzentrieren. Nach erfolgreichem Abschluss praktizierte er neun Jahre in Kostheim. Im Januar 2017 übernahm Janz dann die Praxis von Dr. Wolfgang Deckers in Gonsenheim, wo er bis heute Patienten behandelt.

Abderrahim Ouakili

Knapp 100 Zweitligaspiele bestritt Abderrahim Ouakili für den FSV Mainz 05. Der begnadete Techniker konnte dabei Spiele im Alleingang entscheiden. Das blieb auch Erstligist 1860 München nicht verborgen, das den gebürtigen Marokkaner 1997 verpflichtete. Doch in München blieb Ouakili auf Dauer nicht glücklich. Anfang 2001 kehrte er noch einmal für ein halbes Jahr nach Mainz zurück. 2005 beendete der Mittelfeldspieler seine Karriere. Heute lebt Ouakili mit seiner Familie in Marokko.

Michael Thurk

Gegen Ende der 90er-Jahre kickte auch Stürmer Michael Thurk für Mainz 05. Der gebürtige Frankfurter wechselte 1999 an den Bruchweg. In rund 120 Spielen für den FSV erzielte Thurk bis 2004 mehr als 40 Tore. Damit zählt er bis heute zu den besten Zweitligatorschützen, die Mainz 05 je hatte. Nach einem Abstecher zu Energie Cottbus spielte Thurk noch einmal für den FSV (2005/2006), ehe er noch für Eintracht Frankfurt und den FC Augsburg auflief.

2014 beendete er seine aktive Karriere beim FC Heidenheim. Wie die Frankfurter Neue Presse berichtet, hat Thurk 2017 eine Umschulung zum Steuerfachgehilfen begonnen. Aktuell arbeitet Thurk nebenbei als Jugendtrainer beim FC Stätzling in Bayern.

Jürgen Klopp

Der heute weltweit bekannteste ehemalige Spieler von Mainz 05 ist sicherlich Jürgen Klopp. Für Mainz 05 bestritt Klopp insgesamt 325 Zweitligaspiele - so viele wie kein anderer beim FSV in dieser Liga. Am Rosenmontag 2001 ernannte ihn der damalige Manager Christian Heidel zum Cheftrainer der 05er.

Nachdem Klopp Mainz 2008 verließ, wurde er Trainer bei Borussia Dortmund. Dort gewann er zweimal die Deutsche Meisterschaft (2011 und 2012) und wurde einmal Pokalsieger (2012). Aktuell trainiert Klopp den FC Liverpool, mit dem er in der vergangenen Saison beinahe die Champions League gewonnen hätte (1:3 gegen Real Madrid). Mit Mainz ist Klopp noch immer eng verbunden. So ist eines seiner Lieblingslieder „Im Schatten des Doms“.

Christian Hock

Fast 10 Jahre lang (1994 bis 2003) spielte der gebürtige Unterfranke Christian Hock für den FSV Mainz 05. Danach war Hock hauptsächlich als Trainer tätig. Über den SV Wehen (Wiesbaden), Rot-Weiß Ahlen, FC Homburg, Hessen Kassel und Schott Mainz landete Hock wieder beim SV Wehen Wiesbaden. Seit 2015 war er dort Cheftrainer, aktuell ist er Sportdirektor des Drittligisten.

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