Mainz früher und heute – der Bildervergleich

Im Mainzer Stadtbild hat sich in den vergangenen Jahrzehnten viel verändert. Wir zeigen euch den Direktvergleich zwischen damals und heute. Im ersten Teil geht es um den Markt, die Leichhofstraße und das Staatstheater.

Mainz früher und heute – der Bildervergleich

In mehreren Teilen haben wir euch Mainz in den 70ern, 80ern und 90ern gezeigt. Teilweise hat sich das Stadtbild erheblich verändert, an anderen Stellen merkt man die Unterschiede weniger. Jetzt wollen wir uns den Direktvergleich anschauen. Mainz heute versus Mainz früher – was hat sich verändert? In Teil 1 geht es um den Markt, die Leichhofstraße und das Staatstheater. Alle Bilder könnt ihr zum Vergrößern anklicken.

Staatstheater

Links im Bild seht ihr das große Haus des Mainzer Staatstheaters im Jahr 1993, rechts, wie es heute aussieht. Das Gebäude wurde in den Jahren 1998 bis 2001 entkernt, nur die Außenmauern und die unter Denkmalschutz stehende Fassade blieben erhalten. Auf dem Dach errichtete man eine Glaskuppel – die bis heute eher umstritten ist. Eine unbestritten positive Veränderung: Die Waschbeton-Pflanzenkübel sind verschwunden.

Leichhofstraße

Der linke Teil des Bildes zeigt den Eingang zur Leichhofstraße im Jahr 1978. Aufgenommen hat es der Finne Esa Halonen, der in den 70er-Jahren in Mainz Medizin studierte. Im Bildvergleich fallen vor allem zwei Dinge auf: Erstens fuhren und parkten in den 70ern noch Autos in der heutigen Fußgängerzone.

Zweitens war 1978 das Gebäude links noch nicht saniert worden. Damals wie heute wurde es allerdings gastronomisch genutzt. In den 70er Jahren hatte die Kneipe noch den Namen „Musta Kissa“, ab 1981 hieß sie dann „L’Arcade“. Vor etwa zwei Jahren eröffnete nach einem Umbau das „August“ in den Räumen.

Markt

Der Mainzer Markt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr stark verändert. Fast alle Häuser wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und eher zweckmäßig wieder aufgebaut. Ab 1979 wurden die alten Markthäuser dann Schritt für Schritt rekonstruiert. Erst im Jahr 2003 wurden die Fassaden von Markt 19 und 21 wiederhergestellt und Markt 23-29 neu gestaltet. Links im Bild (1982) seht ihr die Ecke vor dem Umbau, damals noch mit Listmann als Mieter. Im Jahr 2000 zog Listmann dann in die Geschäftsräume in der Schöfferstraße, wo es auch heute noch sitzt. Seit dem Umbau sitzt dort das Modehaus „Sinn“.

Anders sieht es bei dem Bildvergleich der Nordseite des Marktes aus. Die Häuser wurden in den Jahren 1979 bis 1991 nach historischem Vorbild rekonstruiert. Deshalb sieht man links im Bild (1993) praktisch keine Veränderung mehr zu heute. Nur die Mieter haben sich geändert: Wo man heute bei „Wilma Wunder“ essen geht, hat man damals noch Filme im „Rex“-Kino gesehen.

Eine interessante Aufnahme von den Markthäusern vor der Rekonstruktion (1972) findet ihr hier. Damals befand sich auch der Marktbrunnen noch an der Nordseite und die Heunensäule gab es noch nicht. Und man muss sagen: Die Rekonstruktion der alten Häuser war eine gute Idee.

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