Läden in Mainz, die Ihr kennen solltet

Lange Tradition, ungewöhnliches Produkt oder einzigartige Umsetzung: Wir stellen Euch ein paar Mainzer Läden mit besonderen Konzepten vor.

Läden in Mainz, die Ihr kennen solltet

Ob Bekleidung, Kosmetik, Möbel oder Brötchen: Läden, in denen Ihr diese Produkte findet, gibt es viele. Doch es müssen nicht immer klassische Geschäftsketten sein, in denen Ihr einkaufen geht. Einige Mainzer Läden verfolgen nämlich eine individuelle Idee, um ihre Kunden glücklich zu machen. Wir stellen Euch ein paar der Läden vor, die Ihr unbedingt kennen solltet.

Klotz&Quer

Der Laden am Gartenfeldplatz ist mittlerweile eine „Laden-WG“. Unter dem Dach von „Klotz&Quer“ verkaufen inzwischen drei Labels ihre Produkte. Darunter findet Ihr zum Beispiel Schmuck, Kleidung oder auch Möbelstücke. Doch „Klotz&Quer“ ist dabei kein einfaches Möbelgeschäft, sondern Ihr könnt dort Möbelstücke - angepasst auf persönliche Vorlieben - bekommen.

Angefangen hat alles in der „Mitmach-Werkstatt“ von „Klotz&Quer“ im Kaiser-Wilhelm-Ring. „Mitmach-Werkstatt“ deswegen, weil Ihr hier eure eigenen Möbelstücke zusammenbauen oder alte Möbelstücke wieder aufwerten könnt. Gründerin Susanne Wagenbach nennt die Werkstatt „eine Bastelwerkstatt, die mit der kleinen Garage der Nachbarn auf dem Dorf vergleichbar ist - nur mitten in der Stadt“. Mit der Werkstatt möchte Susanne ihren Kunden zeigen, dass man coole Dinge auch selbst machen kann - ohne dabei immer viel Geld auszugeben. Ihr könnt dort Materialen bestellen, Euch beim Bauen helfen lassen oder Euch ganz alleine ausprobieren. Wer keine Lust auf selber „bosseln“ hat, wie Susanne es nennt, kann bei „Klotz&Quer“ auch fertige Möbelstücke erwerben oder in Auftrag geben. Um ein Projekt oder Bauauftrag zu planen, könnt ihr entweder im Laden am Gartenfeldplatz vorbeigehen oder donnerstags zwischen 16 und 18 Uhr die offene Werkstatt besuchen. Gleichzeitig könnt Ihr Euch dann auch einen Überblick über die vorhandenen Materialien und Werkzeuge machen. Außerdem bietet „Klotz&Quer“ für Interessierte auch verschiedene Workshops an.

BrotPosten

Wie der Name schon erahnen lässt, könnt Ihr in dem Geschäft am Frauenlobplatz Backwaren kaufen. Im Unterschied zu gewöhnlichen Bäckereien werden im „BrotPosten“ unverkaufte Backwaren vom Vortag aus anderen Bäckereien einen Tag lang angeboten. Mit diesem Konzept sieht sich der Laden selbst „als Gegenpol zur Wegwerfgesellschaft“. Restwaren sollen auf diesem Weg nicht einfach weggeworfen werden, sondern eine vernünftige Verwertung finden. Beliefert wird der „BrotPosten“ dienstags bis samstags von zwei Bäckereien aus der Region - eine davon ist eine Bio-Vollkornbäckerei.

Mit dem Prinzip der Weiterverwendung möchte der „BrotPosten“, der übrigens ebenfalls vom Inhaber des Ladens „Unverpackt-Mainz“ (wir berichteten) geführt wird, „kein Gegner der traditionellen Bäcker sein, sondern vielmehr einen Teil des Systems und dadurch „das zweite Glied in der Kette“ bilden. Die Backwaren, die am Ende eines Tages nicht verkauft werden, nutzen Bauern aus der Umgebung für ihre Tiere.

K2 XOXO

Der Laden mit dem ausgefallenen Namen „K2 XOXO“ ist auf Kosmetikprodukte spezialisiert. Doch handelt es sich hierbei nicht um gewöhnliche Produkte zur Schönheitspflege, sondern um koreanische Kosmetikartikel. „Koreanische Kosmetik ist im Trend - und wir dachten, wir bringen die hier her“, erzählt Ho-Gi Kim, einer der zwei Besitzer des Ladens in der Altstadt. Die Produkte, die Ho-Gi und sein älterer Bruder Ill-Gi gemeinsam verkaufen, enthalten natürliche Inhaltsstoffe und sind frei von Silikonen und Parabenen. Sie sollen Gesundheit und Schönheit von innen und außen dienen - so die Idee der beiden Brüder, die in erster Linie eine „Anlaufstelle für Kosmetikinteressierte“ sein möchten.

Das Besondere an den Produkten: Sie können von den Kunden vor Ort nach Belieben ausprobiert werden. Um Kosmetikinteressierten den Besuch in ihrem Laden außerdem noch etwas erlebnisreicher zu gestalten, bieten die beiden Betreiber von „K2 XOXO“ ihren Kunden auch Getränke wie zum Beispiel Tee an. „Es ist uns wichtig, dass Leute den Besuch mit allen Sinnen erfahren können“, erklärt Kim. Außerdem möchten die beiden Brüder sich mit ihren Produkten von gewöhnlichen Drogeriemärkten abheben und ihre Artikel demnächst auch online vertreiben.

Janablume Vintage

Unter dem Motto „Liebe, Wertschätzung und Beratung“ wird in den zwei Läden von Jana, der Gründerin von „Janablume Vintage“, Second-Hand-Kleidung verkauft. Modebegeisterte können bei Jana, die sowohl mit einem Laden in der Altstadt als auch einer Zweitstelle nahe dem Gartenfeldplatz vertreten ist, auswählen zwischen echter Vintage-Kleidung aus den 20er bis 90er Jahren oder Mode von heute, die ebenfalls aus zweiter Hand kommt. Mit diesem Angebot möchte Jana ihren Kunden die eigene Passion für Mode nahe bringen und sie inspirieren: „Menschen sollen sich bei uns ausprobieren können und sich vor allem wohlfühlen“, erzählt sie.

Außerdem sei ihr die Nähe und der Kontakt zu ihren Kunden sehr wichtig. Deswegen nehmen Jana und ihr Team sich nicht nur beim Verkauf viel Zeit, um ihre Kunden zu beraten, sondern möchten sich außerdem durch einen intensiven Kundenkontakt über verschiedene Social-Media-Kanäle von anderen Kleidungsgeschäften abheben.

Das Besondere an Janablume Vintage: Jana kauft jedes einzelne Kleidungsstück selbst an. „Alles geht durch meine Hände und wird außerdem von mir persönlich gewaschen“, berichtet sie. Janablume Vintage sei kein „schroddliger“ Second-Hand-Laden, sondern solle vielmehr für ein Einkaufserlebnis in einem gut sortierten Laden stehen, in dem die Kleidung noch dazu gut riecht.

Huthaus am Dom

Kaum ein Mainzer Laden hat eine so lange Geschichte wie das „Huthaus am Dom“. Das Geschäft, das Hanne Gieg, eine der beiden Besitzerinnen, als „eines der wenigen Überbleibsel nach dem Krieg“ beschreibt, gibt es schon seit 105 Jahren. Nachdem erst die Eltern der beiden Schwestern Hanne und Uta Gieg den Hutladen nach dem Krieg wieder aufbauten und führten, kümmern sich Hanne und Uta Gieg nun seit mittlerweile 40 Jahren um den Familienbetrieb.

Wichtig ist den beiden Schwestern vor allem, dass sich in ihrem Laden für jeden etwas findet: „Wir möchten jeden bedienen, deswegen bieten wir auch ganz verschiedene Preisklassen an“, erklärt Hanne Gieg. Hierbei können Kunden aus einem bunten Sortiment aus Hüten, Schmuck und Tüchern auswählen. Außerdem solle jeder Kunde hundertprozentig zufrieden sein. Daher komme es durchaus öfters mal vor, dass die Schwestern Gieg beziehungsweise ihr Team, den ein oder anderen Kunden wegschicken, wenn sich nichts findet, das perfekt passe. Kunden sollen laut Gieg dann lieber zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal wieder kommen, ehe sie etwas kaufen, dass sie nicht richtig überzeugt.

Ihr kennt weitere außergewöhnliche Ladenkonzepte in Mainz? Postet sie unter diesen Artikel! (df/ps)

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