Diese Weltstars waren schon in Mainz

Dichter und Denker, Königinnen und Politiker, Musiker und Schauspieler – viele weltberühmte Menschen statteten Mainz schon einen Besuch ab.

Diese Weltstars waren schon in Mainz

Denkwürdige Auftritte von Weltberühmtheiten gab es schon einige in Mainz. Eine blutige Nase für US-Präsident George Bush, eine durchnässte Queen Elizabeth und ein gelangweilter Mickey Rourke. Was haben sie hier erlebt und wie haben sie die Stadt wahrgenommen? Merkurist hat ein paar Geschichten zusammengetragen.

Umberto Eco

Vor fünf Jahren begab sich der italienische Autor Umberto Eco („Der Name der Rose“) auf „eine Pilgerreise zur wahren Wiege des gedruckten Buches“, wie er in seiner Dankesrede für den Gutenberg-Preis 2014 sagte. „Für den Bibliophilen ist das wie eine Pilgerreise nach Jerusalem oder nach Mekka.“ Mit der Auszeichnung erfüllte sich für Eco ein Traum: „Jeder Sammler antiquarischer Bücher (wie ich einer bin) stößt in seinen Träumen immer wieder auf Mainz.“

Queen Elizabeth

Am 23. Mai 1978 besuchte Queen Elizabeth bei strömendem Regen die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt. Ein denkwürdiger Besuch. Nicht nur dass die Queen beim Empfang im Regen stand, da niemand einen Schirm zur Hand hatte, auch der damalige Oberbürgermeister Jockel Fuchs sorgte mit einem legendären Spruch für Erheiterung. Im Gutenberg-Museum sagte er zur Queen und ihrem Gefolge: „And now we go enunner in die Druckerwerkstatt.“

Lech Walesa

Auf dem Prominentenweinberg unterhalb der Zitadelle haben schon ein paar Stars und wichtige Persönlichkeiten einen Rebstock gepflanzt. So auch der ehemalige polnische Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa. Er pflanzte 2008 eine Rieslingrebe unter den aufmerksamen Augen der Weinsenatoren, die das Projekt ins Leben gerufen haben. Zur Belohnung gab es ein Glas Weißwein und einen Pin. Außerdem bekommt Walesa jedes Jahr eine Flasche seines Rieslings zugeschickt.

Mickey Rourke

Der Hollywood-Star Mickey Rourke hat einen Zweitwohnsitz in Wiesbaden - seine Schwiegereltern leben allerdings in Mainz. Doch warum hat es Rourke und seine Lebensgefährtin dann nicht in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt gezogen? Rourke findet Mainz eben einfach „langweilig“.

Goethe

„Wenn mein Sohn von Frankfurt nach Mainz reist, so bringt er mehr Kenntnis heim als andere aus Amerika“ – das schrieb Catharina Elisabeth Goethe, die Mutter des berühmten deutschen Dichters. Ihr Sohn Johann Wolfgang pflegte eine besondere Beziehung zu Mainz: Bereits in seiner Jugend reiste der Frankfurter mehrmals in die Stadt am Rhein. Zwischen 1765 und 1815 machte er immer wieder Halt in der „schönen und alten, ja schön, weil alten Stadt“, wie Dieter Lamping sagte, der das Buch „Diese schöne Stadt - Goethe und Mainz - Mainz und Goethe“ herausgab. Was er und andere Persönlichkeiten noch über Mainz gesagt haben, lest Ihr hier.

Papst Johannes Paul II.

Auf seiner Deutschlandreise im Jahr 1980 machte Papst Johannes Paul II. in Mainz Station. Er sprach in Finthen und auf dem Domplatz zu den Menschen und sagte: „Wenn man vor dem tausendjährigen Dom in Mainz steht, der über Jahrhunderte hinweg ein Ort der Krönung von Kaisern und Königen war, so kommt man nicht daran vorbei, an den ganzen geschichtlichen Prozess des Zusammenlebens der christlichen Völker in Europa zu denken.“

US-Präsident George Bush

Es war ein Kurzbesuch: 112 Minuten sollen der damalige US-Präsident George Bush senior und First Lady Barbara im Jahr 1989 laut „Welt“ in Mainz verbracht haben. Als Bush im vergangenen Jahr starb, erinnerten sich viele Mainzer daran zurück. Was Bush über Mainz gesagt hat, lest Ihr hier. (rk)

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