Diese bekannten Unternehmen gab es früher in Mainz

Viele große Firmen wie Schott, Biontech oder Werner & Mertz haben ihren Sitz in Mainz, andere schlossen irgendwann ihre Standorte. In unserer Serie stellen wir stellen euch frühere Unternehmen in Mainz vor.

Diese bekannten Unternehmen gab es früher in Mainz

Produzent für löslichen Kaffee und Kakao, Bierbrauerei und Computerkonzern – im ersten Teil unserer Serie stellen wir euch drei Großunternehmen vor, die früher in Mainz ansässig waren.

Nestlé

„Ein rabenschwarzer Tag für Mainz“ – mit diesen Worten kommentierte der damalige Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) die angekündigte Schließung des Nestlé-Werks in Mombach. 1958 war die Mainzer Niederlassung der Nestlé Deutschland AG in Mombach gegründet worden, produzierte seitdem mehrere Sorten des löslichen Nescafé und das Kakaogetränk Nesquik –in der Größenordnung von 24.000 Tonnen pro Jahr. In Mainz gehörte Nestlé zu den größten Arbeitgebern, rund 400 Personen waren dort beschäftigt.

„Dass eine Modernisierung der Gebäude und Betriebsanlagen nach Aussage der Firmenleitung als unwirtschaftlich dargestellt wird, nehme ich dann doch verärgert zur Kenntnis“, macht Ebling klar. Wegen dieser baulichen Mängel schloss der Mainzer Standort schließlich Ende 2017.

MAB/Binding

Früher war Mainz eine richtige Bierstadt. Im 19. Jahrhundert gab es hier zeitweise 40 Brauereien, womit Mainz die bierseligste deutsche Stadt außerhalb Bayerns war. Seit 1859 wurde das Mainzer Aktien-Bier gebraut, die MAB stieg zu einer der größten westdeutschen Brauereien auf. Doch in den 1960er-Jahren kaufte die Binding-Brauerei AG die Mainzer Traditionsbrauerei auf. Im folgenden Foto aus dem Jahr 1975 seht ihr noch ganz klein das Binding-Schild links hinter dem Bassenheimer Hof.

Zwei Jahre zuvor hatte Binding seine Niederlassung West auf dem Kästrich eröffnet. 1982 legte der Binding-Konzern die Produktion in Mainz still und beendete zehn Jahre später auch noch die Auslieferung.

IBM

Seit dem Baubeginn Ende 2017 entstehen zwischen Hechtsheimer Straße und Heiligkreuzweg 2000 Wohnungen für rund 6000 Menschen. Was heute unter dem Begriff „Heiligkreuzviertel“ bekannt ist, wurde zunächst noch „ehemaliges IBM-Gelände“ genannt. Ende 2016 schloss der Computerkonzern IBM seinen Standort in Mainz – und das nach 50 Jahren. Insgesamt 1200 Mitarbeiter hatte IBM in Mainz. Mitten im Lennebergwald gab es sogar eine fünf Hektar große Fläche, die von IBM-Mitarbeitern als Freizeitanlage genutzt wurde.

Der Abschied von IBM aus Mainz hatte sich allerdings schon länger angedeutet: Ende 2003 stellte IBM die Produktion von Festplattenteilen in Mainz ein. Ende 2016 dann das endgültige Aus.

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