Die ungewöhnlichsten Lokale in Mainz

Einzigartiges Konzept, besonderes Ambiente oder kuriose Geschichten. In unserer Serie stellen wir Euch die ungewöhnlichsten Kneipen, Bars und Restaurants in Mainz vor. Heute: Teil 1.

Die ungewöhnlichsten Lokale in Mainz

Ob urige Kneipe, Weinstube oder schickes Restaurant: Wer abends etwas trinken oder essen gehen will, hat in Mainz die große Auswahl. In unserer neuen Serie stellen wir Euch ungewöhnliche Lokale vor. Ungewöhnlich wegen der Einrichtung, den Öffnungszeiten oder weil sie einfach ein originelles Konzept haben.

Der Große Gatsby

„Der große Gatsby“ in der Oberstadt funktioniert nach dem sogenannten Speakeasy-Prinzip: Wer in die „Flüsterkneipe“ rein will, muss vorher klingeln und mindestens 18 Jahre alt sein. Das Prinzip entstand zwischen 1919 bis 1933 in den USA, als einige Kneipen während der Alkoholprohibition weiter hochprozentige Getränke ausschenkten. Der „Gatsby“ ist mehr Bar als Kneipe und auf Spirituosen, Longdrinks und Cocktails spezialisiert. Das Magazin „Falstaff“ nahm die Bar schon in ihr Ranking der „besten Bars in Deutschland“ auf.

Zeitungsente

Obwohl die „Zeitungsente“ keine eigene Speisekarte hat, haben die Gäste die Auswahl zwischen europäischer, orientalischer und asiatischer Küche. Der Grund: Rund um den Neubrunnenplatz haben die Gastronomen eine Kooperation, die in Mainz ziemlich einzigartig sein dürfte.

Die Kellner der umliegenden Restaurants bringen den Gästen der „Zeitungsente“ das Essen an den Tisch. Mit dabei ist schon seit mehr als 30 Jahren das italienische Restaurant „Da Bruno“, außerdem: „Bengal Tandoori“, „Do Mo“, „Ho Mai“ und „Pascha Fisch“. Zudem kann die „Zeitungsente“ auf eine lange Tradition zurückblicken: Die Kneipe am Neubrunnenplatz gibt es schon seit 43 Jahren.

Spiritus

Die Cocktailbar „Spiritus“ in der Neutorstraße hat eine Riesenauswahl an Spirituosen – eine Karte hat die Bar jedoch nicht. Denn das ist das besondere am „Spiritus“: Die Mitarbeiter stellen dem Gast nach seinen Wünschen und Vorlieben einen individuellen Cocktail zusammen. Oft kommt Inhaber Tobias Petri persönlich an den Tisch.

Bis 2015 hieß das Lokal noch „Saloon 5“ und hatte im Nebenraum ebenfalls eine Flüsterkneipe. Anfang 2016 eröffnete es als „Spiritus“ mit neuem Konzept.

Heiliggeist

Auf kaum ein Restaurant trifft der Begriff „besonderes Ambiente“ so sehr zu wie auf das „Heiliggeist“. Das Restaurant in der Rentengasse 2 befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude: Es ist das älteste Bürgerspital in ganz Deutschland. Erzbischof Siegfried III. von Eppstein ließ es im Jahr 1236 am damaligen Rheinufer erbauen. „Das Heiliggeist wurde nach dem Vorbild Santo Spirito in Sassa in Rom im spätromanischen Stil errichtet“, heißt es auf der Webseite des Restaurant. Gute 500 Jahre später eröffnete die Brey’sche Aktien-Brauerei erstmals eine Gaststätte in den Räumen. 1999 fand die letzte große Renovierung statt.

Noch heute hat das Restaurants prominente Fans. So erzählte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner einmal gegenüber Merkurist: „Das Heiliggeist war damals wie heute ein beeindruckender Ort.“

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