Die spektakulärsten Vorfälle in Mainz

Ein Bus, der am Geländer hängt, eine gewaltige Explosion und eine filmreife Festnahme - in unserer Serie stellen wir Euch die spektakulärsten Vorfälle in Mainz vor. Heute: Teil 1.

Die spektakulärsten Vorfälle in Mainz

Ob Explosion, Großbrand oder SEK-Einsatz: Die Bilder von spektakulären Großereignissen bleiben noch lange im Gedächtnis. In unserer neuen Serie erinnern wir an die einige dieser Vorfälle, die sich in den vergangenen Jahren in Mainz ereigneten.

Silvester-Explosion

Das Jahr 2019 begann in Mainz mit einem lauten Knall. Diese Aussage könnte man zwar über jedes Jahr treffen, doch eine unbekannte Person meinte es in dieser Neujahrsnacht besonders gut. In der Holzhofstraße explodierte gegen 0:10 Uhr ein riesiger Böller. Wie man auf einem Video, das vom Balkon des „Star Club“ aufgenommen wurde, hören kann, sind viele Leute entsetzt. „Oh mein Gott, nein!“, schreit ein Mann. Eine Leserin erlitt eine Brandverletzung.

Experten des Landeskriminalamts (LKA) führten in der Woche darauf Messungen am Tatort durch. Doch der Täter konnte nicht mehr ausfindig gemacht werden.

Filmreife Festnahme

Zu spektakulären Bildern kam es auch eine Woche zuvor: bei der Festnahme eines Terrorverdächtigen im beschaulichen Marienborn. In der Straße „Im Borner Grund“ wurde der 26-jährige Syrer festgenommen, weil er einen terroristischen Anschlag in den Niederlanden mitgeplant haben soll.

„Die ganze Straße war gesperrt, niemand wurde durchgelassen“, sagte Anwohner Julius gegenüber Merkurist. Auch er selbst wurde von den Zivilbeamten aufgehalten und durfte sein Grundstück nicht verlassen. „Es standen mehrere Streifenwagen quer, etwa 10 bis 15 Polizisten waren da.“

Bus hängt am Geländer

Es war ein spektakulärer Unfall im Februar 2016: Als ein Linienbus von der Haltestelle Heiligkreuzweg in den fließenden Verkehr fuhr, stieß er mit einem weißen Seat zusammen. Der Bus kam nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach das Brückengeländer und blieb auf der Brücke über der A60 hängen. Zwei Fahrgäste und der Seat-Fahrer verletzten sich leicht. Alle anderen Insassen konnten den Bus unverletzt verlassen.

Am Nachmittag mussten drei Kräne den Bus bergen. Was blieb, waren spektakuläre Bilder und das Glück, dass niemand schwerer verletzt wurde.

Großbrand in Mombach

Die Bilder von der brennenden Rheingoldhalle im Mai dürften jedem noch präsent sein. Etwa eineinhalb Jahre zuvor kam es ebenfalls zu einem Großbrand, den viele Mainzer mit großen Emotionen verfolgten. Es brannte nämlich ein Hallenkomplex in Mombach, zu dem auch die Werkhalle des Mainzer Carneval-Vereins (MCV) gehörte - und das kurz vor der Fastnacht. In der Halle werden die Motivwagen für den Rosenmontagszug hergestellt. Die Mainzer bangten vor dem Merkurist-Stream, Oberbürgermeister Michael Ebling war vor Ort.

Die gute Nachricht: Ein Übergreifen auf die Werkhalle konnte verhindert werden. Allerdings wurden einige Motivwagen durch das Löschwasser beschädigt. Die Fastnacht fand natürlich dennoch statt - und war wie immer ein großer Erfolg. (df)

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