3 Produkte aus Mainz, die weltweit genutzt werden

Wir stellen euch Mainzer Produkte vor, die man auch außerhalb von Mainz oder Deutschland kennt und benutzt.

3 Produkte aus Mainz, die weltweit genutzt werden

In unserer Serie stellen wir euch Produkte aus Mainz und Umgebung vor, die weltweit genutzt werden. Im ersten Teil geht es um Glas, das bei der Mondlandung eine Rolle spielte und um Servietten für einen Fast-Food-Riesen.

Spezialglas aus der Neustadt

Seit 1952 haben die Glaswerke der Schott AG ihren Sitz in Mainz. Eigentlich gründete Otto Schott das Unternehmen bereits 1884 im thüringischen Jena, doch nach dem Zweiten Weltkrieg verlor er den ersten Firmensitz wegen einer Zwangsenteignung durch die alliierten Streitkräfte. Daraufhin zog das Unternehmen in die Mainzer Neustadt.

Hier wird sogar spezielles Glas für die Weltraumtechnik hergestellt, welches zum Beispiel beim Bau von Satelliten und Sonden verwendet wird. Außerdem produziert und vertreibt die Schott AG ihre Glas-Waren für Flugzeuge, Solarenergie-Anlagen und für Pharmazie auf jedem Kontinent der Erde. Dank Schott hatte Mainz sogar seinen Anteil an der Mondlandung: Bei Neil Armstrongs Mondmission Apollo 11 waren Foto- und Filmkameras mit an Bord der Mondlandefähre Eagle. Bestückt waren die Objektive der Kameras mit optischen Gläsern von Schott - hergestellt im Mainzer Hauptwerk.

Hygieneprodukte aus Mainz-Kostheim

Essity (früher: SCA) ist ein schwedisches Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Zellulose- und Papierprodukten spezialisiert hat. Zwei der bekanntesten Erzeugnisse des Konzerns, der in Mainz-Kostheim rund 500 Mitarbeiter beschäftigt, sind die Taschentuch-Marke „Tempo“ und Küchentücher von „Zewa“. 1885 wurde auf dem heutigen Essity-Gelände ursprünglich die Kostheimer Cellulosefabrik gegründet - erst 110 Jahre später ging das Unternehmen dann in schwedischen Besitz über. Während im 19. Jahrhundert noch hauptsächlich Papierbeutel und Seidenpapier fabriziert wurden, beliefert das Unternehmen heute zum Beispiel die Burgerkette McDonald's mit Servietten.

Corona-Impfstoff von der Goldgrube

Im Jahr 2008 gründeten Ugur Sahin, Özlem Türeci und Christoph Huber das Unternehmen Biontech mit Hauptsitz in der Mainzer Oberstadt. Was zu dieser Zeit noch niemand ahnen konnte: Im Jahr 2020 sollte es das inzwischen gewachsene Unternehmen zu weltweiter Bekanntheit schaffen. Nur rund ein Dreivierteljahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie wurde der Biontech-Impfstoff „Comirnaty“ zugelassen und seitdem in alle Welt exportiert. Ugur Sahin und Özlem Türeci sind inzwischen ebenfalls bekannter als noch im Jahr 2008: Sie sind mittlerweile Träger des Bundesverdienstkreuzes (wir berichteten).

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