Tegut-Aus: Werden die Mainzer Filialen von Edeka übernommen?

Die Supermarktkette Tegut wird verkauft. Der Konkurrent Edeka hat die Übernahme eines Großteils der Filialen bestätigt. Doch was geschieht mit den Standorten in Mainz?

Tegut-Aus: Werden die Mainzer Filialen von Edeka übernommen?

Die Schweizer Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) zieht sich vom deutschen Markt zurück und verkauft die Supermarktkette Tegut. Wie die Unternehmen mitteilen, hat Edeka einen Vertrag zur Übernahme eines wesentlichen Teils der Gruppe unterzeichnet.

Grund für den Verkauf ist eine strategische Neuausrichtung der GMZ, die sich künftig auf den Schweizer Markt konzentrieren will. Trotz massiver Einsparungen habe die Tegut-Gruppe im vergangenen Jahr weiter Verluste geschrieben. Ein verschärftes Marktumfeld und sinkende Umsätze hätten gezeigt, dass das Unternehmen in seiner jetzigen Form in Deutschland langfristig nicht wirtschaftlich überlebensfähig sei.

Edeka will Arbeitsplätze und Standorte sichern

Auf Anfrage von Merkurist bestätigt Edeka die Einigung über den Kauf eines „größeren tegut-Filialpakets“. Insgesamt sollen rund 200 Filialen in den Edeka-Verbund integriert werden, sofern die Kartellbehörden dem Geschäft zustimmen. Dieser Schritt sei wichtig, um die wohnortnahe Versorgung zu sichern. Ohne die Übernahme hätten zahlreiche Standorte geschlossen und mehr als 4500 Arbeitsplätze verloren gehen können.

Für die übernommenen Märkte verspricht Edeka Investitionen, eine größere Sortimentsvielfalt und wettbewerbsfähige Preise. Auch regionale und lokale Lieferanten sollen bessere Chancen erhalten. „Mit dieser Einigung schaffen wir eine klare Zukunftsperspektive für die tegut-Märkte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erklärt Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der Edeka-Zentrale. Ziel sei es, die Standorte wirtschaftlich stabil aufzustellen.

Zukunft für Mainz und Wiesbaden noch ungewiss

Zu den konkreten Auswirkungen auf einzelne Filialen, wie die in Mainz und Wiesbaden, wollte sich Edeka zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern. Man bat um Verständnis, dass weitere Details erst nach der Prüfung durch die Behörden bekannt gegeben werden können. Als positives Beispiel nannte das Unternehmen die frühere Übernahme der Kaiser’s Tengelmann Filialen, bei der Arbeitsplätze nicht nur gesichert, sondern sogar ausgebaut werden konnten.