Mainzliebe, die unter die Haut geht

Dom, Gutenberg und Schorle-Glas: Wer diese drei Wörter hört, hat vermutlich gleich Bilder von Mainz im Kopf. Ein Mainzer Bild auf der Haut hat dagegen Jason - vor zwei Wochen hat er sich ein Bild des Doms auf den Unterarm stechen lassen.

Mainzliebe, die unter die Haut geht

Der Spruch "Liebe geht unter die Haut" bezieht sich eigentlich auf Liebespaare, die sich Partner-Tattoos stechen lassen. Bei Jason Saalwächter bekommt er aber eine ganz neue Bedeutung: Er hat seine Liebe zur Stadt Mainz auf seiner Haut verewigt — mit einem Tattoo des Mainzer Doms. „Ich komme aus Mainz und bin hier geboren und aufgewachsen. Ein waschechter Meenzer also“, erklärt der 26-Jährige. Zusammen mit Tätowiererin Dominique Egger aus Nieder-Olm hat er sein Tattoo entwickelt.

Als Jason vor einigen Wochen mit der Idee zu ihr kam, war die Tätowiererin begeistert: „Ich war total glücklich über das Motiv“, sagt sie. „Ich habe selbst in Mainz gelebt und mich deshalb umso mehr über das feine, detailreiche Tattoo gefreut“. Als Vorlage haben die beiden ein Foto vom Dom benutzt. „Auf dem Arm ist der Dom so, wie man ihn vom Café Extrablatt aus sieht“, erklärt Dominique. Insgesamt viereinhalb Stunden hat sie für das Stechen des Tattoos gebraucht.

Auch das Bistum Mainz wurde aufmerksam

Auch das Bistum Mainz ist auf das Tattoo des 26-Jährigen aufmerksam geworden. Auf ihrem Instagram-Kanal teilten sie ein Video des Tattoos. „Das Bistum war begeistert. Sie finden es toll, dass ein so junger Mensch sich für die Kirche interessiert“, erzählt Dominique Egger. Auch von Freunden und Familie hat Jason bis jetzt nur positive Rückmeldung bekommen. Sein Vater überlege sogar, sich den Dom auch stechen zu lassen, sagt er.

Dominique Egger arbeitet erst seit gut einem Jahr als Tätowiererin. „Ich habe mit dem Zeichnen angefangen. Irgendwann kamen zwei Tätowierer auf mich zu und fragten mich, warum ich nicht auch tätowieren würde.“ Vorher habe sie an ihrem Mann geübt. „Seine Beine mussten dafür herhalten“, erzählt sie und lacht. Nach und nach seien dann auch immer mehr Freunde auf sie zugekommen. Mittlerweile hat sie ein kleines Studio bei sich zuhause.

Der Dom ist erst der Anfang

Der Mainzer Dom auf Jasons Unterarm soll übrigens nicht das letzte Mainz-Motiv sein. Für seinen gesamten rechten Arm hat er noch große Pläne: „Als nächstes möchte ich Gutenberg auf meinen Unterarm tätowieren. Genau so, wie er auf dem Theaterplatz steht“, erzählt der 26-Jährige. Und auch nach einer Abbildung der Gutenberg-Statue soll nicht Schluss sein — Mainz-Wappen, Opel-Arena, Zugplakettchen, die Fastnachtsfarben und der Schriftzug „Weck, Worscht, Woi“ sollen seinen Arm bald zieren.

Und Jason ist nicht der einzige, der seine Liebe zur Stadt Mainz nun auf seiner Haut trägt: Auch die Mainzer Dennis und Daniel haben immer ein Stück Mainz dabei. Dennis hat sich ein Schorleglas und das Mainz-Wappen auf den Oberarm stechen lassen: „Für mich bedeutet das Heimat. Mainzer zu sein ist ein Lebensgefühl und samstags mit Freunden und Familie auf dem Marktfrühstück zu stehen gehört einfach dazu“, sagt Dennis. Daran möchte er sich immer erinnern, egal wo er ist.

Das Mainzer Marktfrühstück ist auch bei Daniel Thema - er hat „Weck, Worscht und Woi“ auf sein Bein tätowiert: „’Weck, Worscht und Woi’ steht für die Stadt und verkörpert ihr ganz eigenes Lebensgefühl. Es erinnert an zuhause.“ (ab)

Habt Ihr auch noch Mainz-Tattoos? Dann postet sie unter den Artikel.

Logo