An diesem Samstagabend (14. Februar) werden die Beschäftigten des Kinos CineStar in Mainz ab 19 Uhr streiken. Das teilt die Gewerkschaft Verdi mit. Grund sei, dass die Arbeitgeber in der ersten Verhandlungsrunde am 5. Februar kein Angebot vorgelegt hätten.
Als Hintergrund für den Tarifkonflikt nennt die Gewerkschaft zu niedrige Löhne, eine dauerhafte Unterbesetzung und fehlende Anerkennung für die geleistete Arbeit, während das Unternehmen hohe Gewinne verzeichne. Die Löhne seien so niedrig, dass der Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn immer kleiner werde, während gleichzeitig Mieten und Lebenshaltungskosten stiegen.
Die Beschäftigten fordern unter anderem einen Stundenlohn von mindestens 16 Euro, deutliche Lohnerhöhungen für langjährig Beschäftigte und eine Anhebung der Jahressonderzahlung auf 880 Euro.
„Wer mit Kino Geld verdient, muss fair bezahlen“
„Ohne die Kolleginnen und Kollegen an Kasse, Einlass, Gastronomie und in der Technik läuft kein Betrieb. Wer mit Kino Geld verdient, muss die Arbeit vor Ort fair bezahlen und verlässlich organisieren“, sagt der zuständige Verdi-Landesfachbereichssekretär Ferhat Altan. Kinos seien Teil der kulturellen Infrastruktur, die Arbeitsplätze mit Perspektiven bieten müssten.
Während des Streiks ist laut Verdi mit erheblichen Verzögerungen im Betriebsablauf zu rechnen. Die nächste Verhandlungsrunde mit CineStar ist für den 17. Februar angesetzt.