Taxifahren wird deutlich teurer in Mainz

2015 gab es die letzte Tariferhöhung

Taxifahren wird deutlich teurer in Mainz

Wer in Mainz mit dem Taxi fahren will, muss ab dem 1. Oktober mehr zahlen. Der Verband der Taxifahrer, die Allgemeine Funktaxizentrale Mainz e.G. (AFT), hatte eine Erhöhung der Tarife gefordert. Dem ist die Stadt Mainz jetzt nachgekommen.

Die Änderungen im Überblick:

  • Der Grundpreis für die Anfahrt eines Taxis steigt von derzeit 3 auf 3,60 Euro an.

  • Das Kilometer-Entgelt vom 1. bis zum 4. Kilometer steigt um 0,10 Euro (von 2,40 auf 2,50 Euro) an.

  • Bei Langstrecken steigen die Kilometer-Preise um 0,20 Euro pro Kilometer (Ab fünf Kilometer je Kilometer von 1,60 auf 1,80 Euro).

In der Praxis sieht das ab Oktober so aus:

  • Eine 3 Kilometer lange Fahrt kostet statt 10,20 Euro dann 11,10 Euro (+8,82%)

  • Eine 6 Kilometer lange Fahrt kostet statt 15,80 Euro bald 17,20 Euro (+8,86%)

  • Eine 10 Kilometer lange Fahrt kostet statt 22,20 Euro dann 24,40 Euro (+9,91%)

  • Eine 13 Kilometer lange Fahrt kostet statt 27 Euro bald 29,80 Euro (+10,37%)

Gründe für die Preisanpassungen gibt es mehrere. Zum einen hat es seit 2015 keine Anpassung der Tarife gegeben. Zum anderen hätte die Corona-Pandemie der Branche zu Schaffen gemacht. „Im Zuge von Homeoffice, Lockdowns und dem Ausfall vieler Feste und Veranstaltungen entfielen auch zahllose Taxifahrten - daher hat auch diese Branche dürre Zeiten durchlebt“, erklärt Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). Aufgrund gestiegener Betriebs- und Personalkosten bei massiv eingebrochenen Umsatzerlösen habe der AFT schließlich die Anpassung der Tarife gefordert.

„Den verständlichen Forderungen der AFT kommt die Stadt Mainz umfänglich mit einer spürbaren Anhebung der Tarife nach, um die Branche in Mainz zukunftsfähig zu halten“, so Ebling. Unterstützt werde man dabei von einem Gutachterbüro, das einen Blick auf die Verhältnisse der bundesweiten Taxibranche habe. Das von der Stadt Mainz beauftragte Gutachten hatte ausgeführt, dass die Gesamtkosten der Branche von 2015 bis Mitte 2021 um rund 12,8 Prozent angestiegen seien. Zugleich spricht die Branche bundesweit von einem Kundenrückgang von rund 45 Prozent im Jahr 2020.

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