Gleich drei junge Talente schnappt sich der FC Bayern von Mainz 05: Die Brüder Aristide (14), Aviel (12) und Alex (9) Hentcho Nseke kicken künftig im Bayern Campus. Vater Alex Hentcho Senior arbeitet dann in Bayerns „World Squad“, einem Camp für internationale Nachwuchs-Talente.
Schon im vergangenen Herbst soll die Familie, die in Mainz lebt, kontaktiert worden sein, heißt es in der BILD-Zeitung. Im Juni sei der Deal dann durchgezogen worden. Bayerns Campus-Leiter Jochen Sauer bestätigt den Transfer gegenüber der BILD am Sonntag (BamS), bestreitet aber, dass die Abwerbung des kompletten Trios geplant gewesen sei. „Nachdem unsere Scouting-Abteilung wegen des ältesten Sohns Aristide mit den Eltern Kontakt aufgenommen hatte, betonte die Familie, dass ein Wechsel nur in Betracht kommt, wenn die gesamte Familie nach München zieht beziehungsweise zum FCB wechselt.“
Mainz sei zu Beginn der Gespräche informiert worden und immer eingebunden gewesen. „Gemeinsam haben wir uns auch auf eine entsprechende Ausbildungsentschädigung geeinigt. Zwischen den Vereinen lief alles höchst professionell ab“, so Sauer weiter. Mainz 05-Sportdirektor Christian Heidel sagte der BamS: „Wir hätten die Jungs gern gehalten, haben alles versucht, aber die Familie hat sich für München entschieden.“
Kritik an Wechsel
In Fußballforen zeigen sich nicht alle begeistert über die Nachricht. Einige finden den Wechsel in einem solch jungen Alter moralisch verwerflich. Jochen Sauer verteidigt die Entscheidung so: „Aus sportlicher Sicht stand zunächst der Wechsel des U15-Spielers Aristide auf unserer Agenda.“ Das sei ein normaler Vorgang – der Rest sei die Entscheidung der Familie gewesen.