Auf dem Weg nach oben: Mainzer Profi-Boxer erstmals auf großer Bühne zu sehen

Der Mainzer Oronzo Birardi hat laut Experten alle Voraussetzungen, ein international erfolgreicher Boxer zu werden. Nun ist der 21-Jährige erstmals bei einer Veranstaltung im Pay-TV zu sehen und will in seinem Fight die Box-Welt von sich überzeugen.

Auf dem Weg nach oben: Mainzer Profi-Boxer erstmals auf großer Bühne zu sehen

Den Gedanken an eine Niederlage verschwendet Oronzo Birardi keine Sekunde. Der Mainzer Boxer will hoch hinaus. Demnächst wird sein Box-Kampf sogar im Pay-TV übertragen. Für den 21-Jährigen mit italienischen Wurzeln soll der nächste Fight, für den er schon seit Wochen hart trainiert, nur eine Durchgangsstation sein – im besten Fall bis zum Weltmeister-Titel.

Sechsmal Deutscher- sowie einmal Europa- und Vize-Europameister war Oronzo bereits in der Jugend. Auch als Profi gibt der Mainzer bisher eine gute Figur im Cruiser-Gewicht ab und kann mit einer makellosen Bilanz aufwarten. „In meinen drei Kämpfen habe ich bisher jedes Mal durch K.O. gewonnen, sagt Oronzo. Das soll natürlich auch so weitergehen. Seinen nächsten Fight könnte man dabei auch als Meilenstein bezeichnen. Zum ersten Mal boxt der Mainzer live im Fernsehen. Der Pay-TV-Anbieter Dazn zeigt am Freitag (13. Mai) seinen Kampf in Mailand. Oronzo glaubt dabei fest an seine Chance. „Ich bin zwar jünger und noch nicht so erfahren wie mein Gegner, aber ich sollte es dennoch schaffen.“ Auch sein Promoter, einer der einflussreichsten in Italien, hoffe auf einen Sieg, um ihn weiter aufbauen und nach vorne bringen zu können.

„Boxen ist wie Schach“

Deshalb habe ein Sieg nun oberste Priorität. Auch wenn Oronzo seine bisherigen Kämpfe alle vorzeitig gewann, sieht er sich nicht als „Knock Outer“. „Ich studiere meine Gegner und setze auf Technik.“ Boxen sei wie Schach und Kopfsache, aber keine Schlägerei, sagt der Mainzer, der sich aktuell in Magdeburg auf seinen Fight vorbereitet. Auch wenn er hohe Ziele habe, wolle er seine Karriere nicht überstürzt angehen. „Ich muss erst selbst stark werden, reifen und mich weiter entwickeln.“ Aktuell trainiert Oronzo etwa vier bis fünf Stunden am Tag. Darunter seien aber nicht nur sogenannte Sparrings, also Trainingskämpfe, sondern auch Sprints, lockere Läufe und Muskelübungen.

Seine Leidenschaft für das Boxen hat der Mainzer dabei schon früh in seiner Jugend entdeckt. Zwar habe er damals Fußball gespielt, doch nach einem Besuch in einem Boxstudio sei er von der Sportart begeistert gewesen. Doch schon eine Woche nach der Trainingsaufnahme schien seine Begeisterung für das Boxen schon wieder abzunehmen. „Ich wollte nicht einfach nur so trainieren, sondern direkt in den Ring steigen und kämpfen“, sagt der Mainzer. Schließlich durfte er dann tatsächlich fast jedes Mal Sparrings absolvieren und blieb dem Sport treu, auch wenn er anfangs noch parallel Fußball im Verein spielte. Dann entschied er sich für eine Box-Karriere.

Und so führte ihn sein Weg über Mainz, den Olympiastützpunkt Heidelberg, wo er mit dem Titel „Eliteschüler des Jahres“ ausgezeichnet wurde, bis zum Golden Boxing Gym Wiesbaden. In der Woche vor seinem Kampf wird der Mainzer dann von Magdeburg nach Mailand reisen, um sich dort noch einmal sehr intensiv auf seinen wichtigen Kampf vorzubereiten. Auch wenn er aktuell für Italien boxe, sehe man ihn in Italien als Deutschen, sagt Oronzo. Dennoch hoffe er, dass er sich in einem seiner nächsten Kämpfe auch seinen Fans in Deutschland präsentieren kann.

Oronzo Birardis Kampf am Freitag (13. Mai) wird vom Pay-TV-Sender Dazn übertragen. Der Mainzer wird die Box-Veranstaltung in Mailand mit seinem Kampf eröffnen.

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