Demonstranten attackieren und verletzen Polizisten

Zudem mehrere Verstöße gegen die Hygieneregeln

Demonstranten attackieren und verletzen Polizisten

Bei verschiedenen Versammlungen zum Tag der Deutschen Einheit in Ingelheim sind mehrere Polizisten angegriffen und verletzt worden. Das meldet die Polizei Mainz.

Außer der Partei „Die Rechte“ hatten am Samstag verschiedene Organisationen aus Ingelheim und Rheinhessen ebenfalls Versammlungen angemeldet. Diese richteten sich thematisch gegen die Kundgebung der Partei. Der Aufzug der Partei „Die Rechte“ begann gegen 16:10 Uhr. Hieran nahmen insgesamt 15 Personen teil. Aufgrund einer Blockade durch etwa 250 Gegendemonstranten an der geplanten Strecke wurde der Aufzug über eine Alternativstrecke geleitet.

Um ein erhöhtes Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus für Einsatzkräfte und andere Personen zu vermeiden, entschied die Einsatzleitung der Polizei, auf die Räumung dieser Blockade zu verzichten und den Aufzug umzuleiten. Gegen die Personen, die die Zugstrecke blockierten, wird eine Strafanzeige gestellt. Bei einer Zwischenkundgebung kam es dann zu Störungen seitens einiger Teilnehmer der Gegenversammlungen. Durch die hierbei eingesetzten Sirenen erlitten acht Polizeibeamte Verletzungen am Gehör.

Zudem kam es zu Angriffen gegen Einsatzkräfte und Versuchen, Absperrungen zu übersteigen. Auch hier stellte die Polizei entsprechende Strafanzeigen wegen Körperverletzung. Mehrfach mussten die Polizisten zudem die Demonstranten auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln und das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen hinweisen. Nach einer Abschlusskundgebung am Bahnhof endete die Versammlung der Partei „Die Rechte“ um 18:20 Uhr. Bei dieser Versammlung stellte die Polizei neun Verstöße gegen die Hygieneregeln fest. Weiterhin wird durch die Polizei das Tragen von möglicherweise verfassungsfeindlichen Symbolen strafrechtlich geprüft. (nl)

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