Wie nehmen die Mainzer den Lieferservice der lokalen Restaurants an?

Die Restaurants und Cafés sind geschlossen. Doch die Mainzer Gastronomen haben sich etwas überlegt: Viele bieten nun einen Lieferservice oder Selbstabholung an. Doch wie kommt das bei den Gästen an? Wir haben nachgefragt.

Wie nehmen die Mainzer den Lieferservice der lokalen Restaurants an?

Die Mainzer Einzelhändler und Gastronomen haben sich für die Zeit der Corona-Krise einiges einfallen lassen, um dennoch für ihre Kunden da zu sein. So bieten viele nun einen Lieferdienst oder Gerichte zum Abholen an (wir berichteten).

Service kommt gut an

Über die Unterstützung ihrer Gäste sind die Unternehmer in dieser Zeit besonders dankbar: „Das Feedback ist positiv. Es kamen selbst Gäste aus Vororten von Mainz. Dazu kamen auch noch neue Gäste, die über die sozialen Medien aufmerksam auf uns wurden“, erzählt Dominik Römer von Madoro. Seit der vergangenen Woche bietet er seinen Gästen verschiedene Gerichte zum Abholen an. Doch in der aktuellen Situation muss Römer auch ein wenig kreativ werden. „Die Karte wechselt gerade etwas häufiger, da viele Lebensmittel nur schwer zu bekommen sind.“

Das positive Feedback bestätigt auch Vera Kohl von „DickelilligutesKind“ und „Marlene“. Sie bietet seit kurzem die Lieferung von Kuchen, Quiches und Wein an. „Es kommt mega gut an. Wir sind total glücklich. Es ist zwar ein großer Aufwand, aber wir sind froh, dass wir etwas zu tun haben und immernoch arbeiten können.“ Am Freitagvormittag fuhr Kohl ihre ersten Lieferungen aus. „Wir machen das ja auch zum ersten Mal. Aber wir wollten die Lieferungen schön verpacken und haben noch kleine Goodie-Bags für die Kunden gepackt“, erzählt Kohl.

Den etwas anderen Lieferdienst gibt es seit ein paar Tagen auch von N’Eis. Das Team bietet für mehrere Mainzer Stadtteile den „N’Eis Drive“ an: Kunden können verschiedene Eissorten sowie Eistorten bestellen und bekommen diese an die Haustür geliefert. „Wir wollen in den nächsten Wochen unser Liefergebiet ausweiten und an bestimmten Tagen Stadtteile beliefern, die wir bei unserer regulären Lieferung nicht dabei haben. Wir haben schon fleißig Wünsche gesammelt und werden das nun nach und nach umsetzen“, erzählt Anke Carduck.

Mit dem Start des neuen Angebots sei man bei N’eis sehr zufrieden: „Wir freuen uns über jeden, der bei uns Eis bestellt oder Gutscheine kauft, die er einlösen kann, wenn es wieder losgeht.“ Ab nächster Woche werde es noch ein weiteres Angebot geben, ein N’Eis&friends-Set mit dem Weingut Gunderloch in Nackenheim, sagt Carduck. Dabei können Kunden zusätzlich zum Eis noch zwei Flaschen Wein mitbestellen.

Solidatität und Unterstützung aus der Nachbarschaft

Über Solidarität freut sich auch das Team von El Burro. „Wir sind für die Gäste da und die Gäste sind für uns da. Sie freuen sich auch, dass wir noch geöffnet haben“, sagt David Kling, Inhaber des El Burro. Seit ein paar Tagen bieten auch sie ihren Abholservice an. „Wir sind happy, dass das gut ankommt. Wir wissen ja auch nicht, wie lange das noch so geht.“

Auch für den Lieferdienst von „An o ban“ in der Mainzer Neustadt gab es großen Zuspruch. „Für uns gab es sehr viel Unterstützung aus der Community. Unsere meisten Gäste sind Stammgäste, die sagen uns immer wieder, dass wir durchhalten sollen“, erzählt Duc Anh Le. Doch ganz so einfach war der Beginn nicht. „Letzte Woche, als dann klar war, dass es sich um eine Pandemie handelt, hatten wir schon Umsatzeinbrüche. Diese Woche kommen die Leute aber wieder und die Resonanz ist wirklich super.“ Über eine Sache freut sich der Inhaber immer besonders: Die kleinen Nachrichten und „Ihr schafft das“-Botschaften seiner Gäste. (pk)

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