Real in Bretzenheim: Übernahme steht bevor

Bisher haben die Vertreter von Real und potenzielle Übernahme-Kandidaten einen langen Atem gehabt, was die Verhandlungen über den Standort in Bretzenheim angeht. Einen eindeutigen Favoriten gibt es schon lange. Geht es jetzt doch ganz schnell?

Real in Bretzenheim: Übernahme steht bevor

Die Entscheidung ist gefallen. Nach mehr als einem Jahr Warten und Taktieren hat der Real-Standort in der Wiesbadener Äppelallee einen Abnehmer gefunden (wir berichteten). Mit Kaufland wird dort ein bereits schon sehr lang gehandelter Mitbewerber den Markt im Äppelallee-Center übernehmen. Mitte Mai soll die neue Filiale dann eröffnen. Auch beim Bretzenheimer Real-Markt könnte jetzt eine Entscheidung kurz bevorstehen.

Verhandlungen biegen auf Zielgerade ein

Bei der Filiale in der Haifa-Allee wird seit einem Jahr Kaufland als Real-Nachfolger gehandelt. Dies ist zumindest auch immer öfter aus dem Umfeld des Markts im Gutenberg-Center zu hören. Auch die Dienstleistungsgesellschaft Verdi sieht auf mehrere Anfragen hin Kaufland als Übernahme Kandidat Nummer eins für die Real-Filiale. Dass der Markt noch geschlossen werden könnte, so wie es mit dem Standort in der Mainzer Straße in Wiesbaden geschah, gilt als ausgeschlossen.

Wie ein Real-Sprecher sagt, sei der Standort in Bretzenheim ein zu guter, um für ihn keine Lösung zu finden. Dass es nun mit einer Übernahme ganz schnell gehen könnte, zeigt eben das Beispiel des Markts in Biebrich. Denn so langsam müssen auch die Verhandlungen über die noch nicht vergebenen Real-Standorte auf die Zielgerade einbiegen. Und dabei hat Kaufland, das wie Lidl zur Schwarz-Gruppe gehört, wohl die besten Karten.

Wie das „Handelsblatt“ berichtet, hat Konzern-Chef Jürgen Schwarz beinahe alle 300 Real-Filialen in Deutschland persönlich besucht, um sich ein Bild der Lage zu machen und mögliche Mitberwerber auszustechen. Schwarz flog dabei sogar oft mit dem Helikopter zu den einzelnen Filialen, um besonders schnell vor Ort zu seien. Ob er auch in Mainz einflog, ist bisher nicht bekannt. Dennoch gilt die Übernahme durch die Schwarz-Gruppe als sicher. Sollte der Zuschlag - letztmögliches Datum ist der 30. Juni - erfolgen, dann würde die Umrüstung laut „Handelsblatt“ ziemlich zügig über die Bühne gehen.

Die Märkte würden demnach meistens zwei bis drei Tage geschlossen bleiben und dann als Kaufland erneut eröffnen. Weitere Anpassungen würden dann im laufenden Betrieb erfolgen. Die Mainzer könnten sich somit also auf einen relativ nahtlosen Übergang bei der Lebensmittelversorgung im Gutenberg-Center einstellen.

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