Real-Übernahme: Wie steht es um die Märkte in Mainz und Ingelheim?

Die Übernahme von Real-Märkten durch Mitbewerber läuft in ganz Deutschland weiterhin auf Hochtouren. Zumindest offiziell offen ist noch, wer sich die Märkte in Mainz und Ingelheim schnappt. Nun äußert sich Real selbst zur Situation.

Real-Übernahme: Wie steht es um die  Märkte in Mainz und Ingelheim?

Beinahe jede Woche gibt es Meldungen, welche Real-Märkte an andere Supermarktketten gehen. Edeka, Globus oder Kaufland sind die Hauptabnehmer für die rund 280 Standorte in Deutschland - abgesehen von ein paar wenigen regionalen Unternehmen. Während schon bekannt ist, dass die Wiesbadener Standorte in der Mainzer Straße und in der Äppelallee von Edeka übernommen werden, gab es bislang keine offizielle Entscheidung, wer die Real-Märkte in Mainz und Ingelheim übernimmt.

Außer den drei bereits genannten großen Ketten hatte sich zuletzt auch die Bio-Supermarktkette Alnatura um Real-Märkte bemüht. „Grundsätzlich sind wir bundesweit an den Real-Standorten interessiert, wenn sie unseren Bestand sinnvoll ergänzen“, sagte eine Sprecherin auf Anfrage von Merkurist (wir berichteten). Was dies konkret für Mainz bedeutet, beantwortete die Sprecherin wie folgt: „Mainz ist für Alnatura generell ein interessanter Standort, und wir prüfen immer geeignete Optionen.“ Ob sich Alnatura nun aber konkret mit dem Standort in Bretzenheim beschäftigt, ist unklar. Eine Nachfrage speziell zum Real-Markt in der Haifa-Allee blieb allerdings unbeantwortet.

„So viele Arbeitsplätze wie möglich erhalten“

Wie Merkurist aber schon mehrfach berichtete, wird der Real-Markt im Gutenberg-Center sehr wahrscheinlich an Kaufland gehen. Dies bestätigte auch Verdi wiederholt auf Anfrage. Beim Markt in Ingelheim ist hingegen noch nicht bekannt, welche Supermarkkette diesen Standort wahrscheinlich übernehmen wird, wie Merkurist aus Verdi-Kreisen erfuhr. Nun meldet sich Real aber selbst zu Wort und beschreibt die aktuelle Entwicklung.

Demnach habe Kaufland bis jetzt 24 Märkte von Real übernommen und in das eigene Standortnetz eingegliedert. Zudem werde beispielsweise Edeka bis zum 30. Juli dieses Jahres insgesamt neun weitere Standorte übernehmen. Zum aktuellen Zeitpunkt seien Aussagen über weitere Marktabgaben aber noch nicht möglich, weil unter anderem Gespräche mit Vermietern noch nicht abgeschlossen seien. „Dementsprechend gibt es auch zu unserem Markt in Mainz-Bretzenheim keinen neuen Sachstand. Der Betrieb läuft bis auf weiteres unverändert weiter“, so das Unternehmen auf Anfrage. In jedem Fall liege aber das Hauptaugenmerk aller Verfahrensbeteiligten darauf, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten.

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