Führt das Coronavirus zu Hamsterkäufen in Mainzer Läden?

Drei bestätigte Corona-Fälle gibt es mittlerweile in Rheinland-Pfalz, acht weitere in Hessen. Doch bewegt das die Mainzer dazu, Hamsterkäufe zu tätigen? Und gibt es tatsächlich Produkte, die jetzt besonders nachgefragt sind?

Führt das Coronavirus zu Hamsterkäufen in Mainzer Läden?

Nudeln, Konserven, Desinfektionsmittel: Manche Regale in Mainzer Supermärkten, Discountern und Drogerien sind wie leer gefegt. Seit Bekanntwerden der ersten Corona-Fälle in Rheinland-Pfalz und Hessen verbreiten sich in den sozialen Medien Bilder von leeren Supermarkt-Regalen - auch aus Mainz. Merkurist hat nachgefragt: Bemerken Supermärkte, Discounter und Drogerien tatsächlich schon, dass sich das Kaufverhalten ändert? Wie bereiten sie sich auf mögliche Hamsterkäufe vor?

Sowohl die Discounter Aldi und Lidl, die Supermärkte Rewe und Real, als auch die Drogeriemärkte Rossmann und dm bemerken, dass tatsächlich einige Produkte seit einiger Zeit häufiger gekauft werden. „Besonders Artikel aus dem Trockensortiment wie beispielsweise Konserven und Nudeln sowie aus dem Hygienebereich wie beispielsweise Toilettenpapier und Desinfektionsmittel werden aktuell stark nachgefragt“, so eine Lidl-Sprecherin. Bei Aldi, Real und Rewe sind es ebenfalls vor allem haltbare Lebensmittel.

Aldi beklagt Lieferschwierigkeiten

Bei dm werden neben Lebensmitteln vor allem Hygieneartikel wie Tücher, Gele und Desinfektionsspray häufiger gekauft. Besonders auffällig: „Der Mundschutz von Mivolis ist derzeit nahezu nicht mehr verfügbar“, sagt Kerstin Erbe, Geschäftsführerin des Unternehmens. Und das, obwohl Experten des Robert-Koch-Instituts darauf hinweisen, dass Mundschutz und Desinfektionsmittel im Alltag nicht wirklich helfen. Wichtiger sei es, die Hände regelmäßig mit Seife zu waschen.

Aldi beklagt darüber hinaus Lieferschwierigkeiten bei einigen Produkten, die bald in die Regale kommen sollen: „Bei einigen Artikeln ist bereits jetzt absehbar, dass sich die Liefermenge zum Verkaufsstart reduzieren wird und somit diese Artikel bei hoher Nachfrage schneller vergriffen sein könnten“, erklärt eine Sprecherin.

Märkte bereiten sich vor

Alle befragten Unternehmen stehen derzeit in engem Austausch mit ihren Lieferanten und Logistikpartnern. Damit ihre Kunden möglichst nicht vor leeren Regalen stehen, bauen sie sich einen Vorrat stark nachgefragter Artikel auf. Aldi hat außerdem besondere Maßnahmen für die Mitarbeiter eingerichtet. So stehe ihnen jetzt in allen Waschräumen Desinfektionsmittel zur Verfügung und das Unternehmen prüfe genauer als sonst, zu welchen Messen und Veranstaltungen die Mitarbeiter gehen können. (ts)

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