Wohnen in Mainz für Studenten immer teurer

Eine neue Studie zeigt: Die Wohnkosten für Studenten sind weiterhin auf einem hohen Niveau, auch in Mainz.

Wohnen in Mainz für Studenten immer teurer

Wohnen ist auch für Studenten weiterhin auf einem hohen Preisniveau. Das ergab eine aktuelle Studie des Moses Mendelssohn Instituts in Zusammenarbeit mit der Plattform WG-Gesucht.de.

Demnach ist in ganz Rheinland-Pfalz für Mainzer Studierende das Wohnen am teuersten. Im Durchschnitt bezahlen Studenten hier 530 Euro. Zum Vergleich: In Koblenz sind es 430 Euro, in Trier 415 Euro. Am günstigsten wohnen Studierende in Landau (Pfalz) für durchschnittlich 370 Euro. Rheinland-Pfalz-weit kostet ein WG-Zimmer im Mittel 456 Euro – und damit nochmal 20 Euro mehr als im vorherigen Semester.

Im deutschlandweiten Schnitt liegen die Kosten bei 493 Euro. Am günstigsten ist es in Chemnitz mit 265 Euro, am teuersten in München mit 800 Euro. Hier sind die Preise im Vergleich zum Sommersemesterstart 2024 um 50 Euro gestiegen.

Deutschlandweit geringer Preisanstieg

Betrachtet man den deutschen Durchschnitt, ist der Preisanstieg deutschlandweit jedoch aktuell eher gering, ergab die Studie. Gegenüber dem vorherigen Semester gab es eine Erhöhung von 0,9 Prozent (4 Euro) und um 2,8 Prozent (14 Euro) gegenüber dem Vorjahr. Nach München ist es besonders teuer in Frankfurt (665 Euro) und Berlin (650 Euro).

In den zehn größten Hochschulstädten sind die Wohnpreise für Studierende seit dem vorherigen Sommersemester im Durchschnitt sogar gleich geblieben. Dennoch befinden sich die Preise auf einem hohen Niveau. Denn in den vergangenen Jahren sind laut dem Institut die Wohnkosten für Studierende und Auszubildende vielerorts deutlich stärker gestiegen als die allgemein hohe Preisentwicklung.

BAföG solle angepasst werden

Zwischenzeitlich schienen sich die Preise zu stabilisieren. „Gegenüber dem vergangenen Wintersemester haben wir eine Marktberuhigung festgestellt“, so Dr. Stefan Brauckmann vom Moses Mendelssohn Institut. Für Studenten in vielen Städten sei dies jedoch nur ein „schwacher Trost“. Brauckmann fordert, das BAföG dynamisch an die tatsächliche Preisentwicklung anzupassen. „Dabei muss auch verstärkt berücksichtigt werden, dass die meisten Studierenden in Städten immatrikuliert sind, in denen deutlich höhere Lebenshaltungskosten zu tragen sind.“

In der Auswertung wurden alle Hochschulstandorte in Deutschland mit mindestens 5000 Studierenden berücksichtigt.