Nebenkosten bei Einfamilienhäusern: Mainz günstigste Landeshauptstadt

Bund der Steuerzahler vergleicht die 16 deutschen Landeshauptstädte

Nebenkosten bei Einfamilienhäusern: Mainz günstigste Landeshauptstadt

Mainz ist die günstigste deutsche Landeshauptstadt, wenn es um die Wohnnebenkosten bei Einfamilienhäusern geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Bunds der Steuerzahler e.V.. In Mainz müssen Hausbesitzer im Schnitt rund 1425 Euro für wiederkehrende Nebenkosten pro Jahr ausgeben. Am teuersten ist es in (West-)Berlin. Dort müssen Hausherren etwa 2228 Euro zahlen. Wiesbaden liegt auf Platz sechs des Rankings mit etwa 1830 Euro Nebenkosten pro Jahr.

Für die Studie hat der Steuerzahlerbund die 16 Landeshauptstädte auf der Basis eines Drei-Personen-Haushalts in einem Einfamilienhaus (120 Quadratmeter Wohn- und 300 Quadratmeter Grundstücksfläche) in den Jahren 2016 bis 2018 verglichen. Im Fokus standen dabei sechs Nebenkosten-Posten: die Trink-, Schmutz- und Regenwassergebühren sowie die Grundsteuer, die Abfallgebühr und der Rundfunkbeitrag.

Bei den Preisen für Trinkwasser liegt Mainz (350 Euro) auf Platz acht knapp über dem Durchschnittspreis (354 Euro). Beim Schmutzwasser ist Mainz (184 Euro) die günstigste Landeshauptstadt. Am teuersten ist es in Potsdam. Dort müssen Hausbesitzer mehr als 600 Euro zahlen. Beim Regenwasser ist Mainz mit 78 Euro die zweitgünstigste Stadt. Wiesbaden liegt mit 98 Euro pro Jahr auf dem neunten Rang und liegt damit noch unter dem Durchschnittspreis von 122 Euro. Bei den Kosten für die Abfallgebühren liegt Mainz (196 Euro) auf Rang fünf nur knapp hinter Wiesbaden (195 Euro; Rang vier). Am preiswertesten sind die Abfallgebühren in Schwerin (135 Euro), am teuersten in Hannover (348 Euro).

Blickt man auf die Entwicklung der Gesamtkosten in den Jahren zwischen 2016 und 2018 hat es für die Stadt Mainz keine Veränderungen bei den Nebenkosten gegeben. In Wiesbaden mussten Hausbesitzer zuletzt rund fünf Euro weniger bezahlen als in den Vorjahren. Die größte Teuerungsrate gab es in Saarbrücken. Dort mussten Hausherren zuletzt über 90 Euro mehr zahlen als in den Vorjahren. Besonders große Schwankungen gibt es bei der Grundsteuer. Während Hausbesitzer in Magdeburg 296 Euro zahlen, müssen Hamburger rund 1050 Euro ausgeben. Und während man in Wiesbaden etwa 645 Euro zahlen muss, sind es in Mainz vergleichsweise günstige 403 Euro.

Wie es in der Studie zudem heißt, verteuert der Staat das Wohnen durch weitere Steuern und Abgaben. So würden etwa die Heizenergie durch die Energie- und Mehrwertsteuer und der Stromverbrauch durch acht verschiedene staatliche Abgaben belastet, so die Studie.

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