Biontech und Pfizer testen Corona-Impfstoff an Schwangeren

Neue Studie gestartet

Biontech und Pfizer testen Corona-Impfstoff an Schwangeren

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer testen ihren Corona-Impfstoff jetzt auch an Schwangeren. Im Rahmen einer klinischen Studie soll der Impfstoff bei rund 4000 gesunden schwangeren Frauen ab 18 Jahren erprobt werden. Damit wolle man klären, ob er auch für werdende Mütter sicher, verträglich und wirksam ist, so die beiden Unternehmen. Gestartet ist die Studie am Donnerstag.

„Schwangere Frauen haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen und einen schweren COVID-19-Verlauf“, heißt es in der Mitteilung. „Es ist daher sehr wichtig, dass wir einen sicheren und effektiven Covid-19-Impfstoff für diese Bevölkerungsgruppe entwickeln.“

Die Frauen werden zwischen der 24. und 34. Schwangerschaftswoche und in zwei Gruppen geimpft. Eine Gruppe bekommt den echten Impfstoff, die zweite nur ein Placebo. Dann beobachten die Mitarbeiter der Studie die Frauen und ihre Kinder bis zu zehn Monate lang. Nach der Entbindung können dann auch die Teilnehmerinnen, die ein Placebo erhalten haben, geimpft werden.

Bevor die Studie am Donnerstag gestartet ist, haben die beiden Pharmaunternehmen bereits andere Studien durchgeführt, die mögliche Probleme aufzeigen sollten. Das war eine Anforderung der Zulassungsbehörden, um die Studie an Schwangeren beginnen zu dürfen. Die Ergebnisse hätten keine Anzeichen für Entwicklungsschädigungen oder Fruchtbarkeitsstörungen gezeigt.

In einer weiteren Studie erproben Biontech und Pfizer den Impfstoff bereits an Teenagern. In den nächsten Monaten soll auch eine Studie mit Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren beginnen und im Laufe des Jahres auch eine mit Kindern unter 5 Jahren. Klinische Studien zu Impfungen besonders schutzbedürftiger Gruppen wie Schwangeren und Kindern beginnen in der Regel erst nach dem erfolgreichen Abschluss vergleichbarer Studien mit Erwachsenen.

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