Nach Shitstorm: Kabarettistin Lisa Fitz will nicht mehr in SWR-Show auftreten

Fitz hatte mit einer Aussage zu vermeintlichen Impftoten für Aufregung gesorgt.

Nach Shitstorm: Kabarettistin Lisa Fitz will nicht mehr in SWR-Show auftreten

Nach dem Shitstorm wegen ihrer Aussage zu vermeintlichen Impftoten, wird Lisa Fitz nicht mehr in der SWR-Satire-Show „Spätschicht“ auftreten. Das gab die Kabarettistin in einem Facebook-Post bekannt. Der SWR bedauert das Ende der Zusammenarbeit.

„Nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit hätte ich mir sehr gewünscht, dass sich die SWR-Direktion zuerst einmal hinter mich stellt, mir die Möglichkeit einer konstruktiven Korrektur einräumt - und wir dann gemeinsam eine Erklärung abgeben“, so Fitz. Für die Kabarettistin sei das Verhalten des SWR ein Vertrauensbruch gewesen. Sie habe im Nachgang eine Recherche zu Impfschäden und Impftoten in Auftrag gegeben, die die Zahlen der Verdachtsfälle bestätige. Darüber wolle sie bald informieren.

Der SWR äußerte sein Bedauern über das Ende der Zusammenarbeit in einem kurzen Statement. „Der SWR hätte die langjährige sehr anregende Zusammenarbeit mit ihr gerne fortgesetzt“, erklärte Clemens Bratzler, Programmdirektor Information, Sport, Fiktion, Service und Unterhaltung.

Fitz hatte bei ihrem Auftritt in der „Spätschicht“-Ausgabe vom 10. Dezember 2021 behauptet, in der Europäischen Union seien 5000 Menschen an einer Corona-Impfung gestorben. Dafür gab es viel Kritik in den sozialen Medien. „Gehört Schwurbeln jetzt zum Programmauftrag?“, fragte der Journalist Matthias Meisner, „Hirnschiss ist keine Meinung“, fand TV-Mann Jörg Kachelmann. Der SWR hatte die Aussagen von Lisa Fitz zunächst verteidigt, da Meinungsfreiheit herrsche. Später nahmen die Verantwortlichen die Sendung aber aus dem Internet. Die Aussage von Lisa Fitz zur Anzahl der Impftoten sei nachweislich falsch und demnach nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt.

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