Welche Bauarbeiten wird es auf der A643 geben?

Aktuell finden auf der A643 in Richtung Wiesbaden Sanierungsarbeiten statt. Doch auch in Zukunft ist eine große Baustelle geplant.

Welche Bauarbeiten wird es auf der A643 geben?

Bauarbeiten auf der A643 sorgen bei Autofahrern immer wieder für Ärger. Aus Mainz in Richtung Wiesbaden, aber auch in die Gegenrichtung gibt es täglich immer wieder lange Staus - nicht zuletzt auch wegen der Baustellen. Nun kommt eine weitere hinzu, denn aktuell finden dort in Höhe der Anschlussstelle Mainz-Gonsenheim Asphaltarbeiten statt.

Diese Baumaßnahme sei notwendig, um den schadhaften Standstreifen im Streckenabschnitt zu sanieren, so der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM). Die Arbeiten sollen innerhalb eines Monats abgeschlossen sein. An der Anschlussstelle Gonsenheim waren am 6. Mai die Fahrstreifen verengt worden - bis zur Vorlandbrücke. Um Bauarbeiter zu schützen, werde ein Fahrstreifen eingezogen, allerdings nur außerhalb der Hauptverkehrszeiten. In Richtung Wiesbaden ist daher nur eine Spur befahrbar. Zudem gilt ein Tempolimit von 60 Kilometern pro Stunde.

Für die nächsten Jahre sind weitere große Bauarbeiten geplant: Die Autobahn soll auf sechs Spuren erweitert werden (wir berichteten). „Der Ausbau der A643 erfolgt aufgrund der prognostizierten zukünftigen Verkehrsstärken auf sechs durchgängige Fahrstreifen mit Standstreifen. Im Übrigen entspricht dies auch den Zielen des Bedarfsplans des Bundes“, erklärte eine Sprecherin des LBM im vergangenen September auf Merkurist-Anfrage. Der Ausbau sei notwendig, weil in Richtung Wiesbaden 42.307 Fahrzeuge pro Stunde erwartet würden, in Richtung Mainz 41.808.

Aktueller Stand der Planungsarbeiten

Bereits im November 2018 wurde das Planfeststellungsverfahren für den 6-streifigen Ausbau beantragt. Wie eine Sprecherin des LBM erklärt, dauere das Verfahren derzeit noch an, da im Planfeststellungsverfahren 434 Privatpersonen Einwendungen erhoben und fünf Naturschutzvereinigungen eine Stellungnahme abgegeben haben.

Derzeit sei noch nicht abzusehen, wann der Erörterungstermin stattfinden könne. Demnach ist eine „Aussage zum zeitlichen Ablauf aktuell nicht möglich“. Die geschätzten Baukosten sollen rund 136,5 Millionen Euro betragen. „Im Bundesverkehrswegeplan 2030 ist der 6-streifige Ausbau in der höchsten Stufe als vordringlich sowie als laufendes und fest disponiertes Projekt des Bundes eingestuft.“ (df/rk)

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