Neue Straßenbahn für Mainzer Uniklinik und Heiligkreuz-Viertel: Das ist der Plan

Der Mainzer Stadtrat treibt den Ausbau des Straßenbahnnetzes voran. Eine neue Strecke soll die Uniklinik und das Heiligkreuz-Viertel anbinden. Nun werden die Pläne konkreter.

Neue Straßenbahn für Mainzer Uniklinik und Heiligkreuz-Viertel: Das ist der Plan

Der Ausbau des Mainzer Straßenbahnnetzes nimmt weiter Form an. In seiner Sitzung am Mittwoch hat der Stadtrat einen wichtigen Beschluss gefasst, um die Planungen für die Anbindung des Heiligkreuz-Viertels und der Uniklinik voranzutreiben. Das teilt die Mainzer Mobilität mit. Eine endgültige Entscheidung über eine konkrete Streckenführung ist damit aber noch nicht gefallen.

Vielmehr beauftragte der Stadtrat die Mainzer Mobilität und die Stadtverwaltung, verschiedene Streckenoptionen vertieft zu untersuchen. Ziel ist es, eine verlässliche Grundlage für eine spätere politische Entscheidung zu schaffen. Mit dem Beschluss bekräftigt der Rat sein grundsätzliches Ziel, das Straßenbahnnetz in Mainz weiter auszubauen.

Uniklinik, Weisenau und Frankenhöhe im Fokus

Die Planer sollen sich nun auf eine Strecke konzentrieren, die bereits am Hauptbahnhof West beginnt. Dies soll das bestehende Netz entlasten und die Uniklinik direkt anbinden. Als vorrangige Option soll die Trassenführung entlang der Langenbeckstraße genauer ausgearbeitet werden.

Darüber hinaus sollen auch mögliche Verlängerungen der Strecke nach Weisenau und zur Frankenhöhe geprüft werden. Dabei betonen die Verantwortlichen, dass für die Anbindung der Frankenhöhe auch Varianten untersucht werden, die nicht über die Bodenheimer Straße und den zentralen Platz „Hewwel“ führen.

Bäume, Parkplätze und Kosten im Blick

Während der weiteren Untersuchungen werden auch die Auswirkungen der verschiedenen Optionen auf den Straßenraum analysiert. Im Fokus stehen dabei der Baumbestand, Grünflächen, denkmalgeschützte Bereiche sowie die Belange des Fuß- und Radverkehrs. Gleichzeitig wird geprüft, wie die Straßenbahn auf der neuen Strecke möglichst oft Vorfahrt erhalten kann.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen dem Stadtrat voraussichtlich im kommenden Jahr vorgelegt werden. Auf dieser Basis wird dann über eine Vorzugsvariante entschieden. Erst danach können die eigentliche Entwurfs- und Genehmigungsplanung beginnen. Eine große Hürde bleibt jedoch die Finanzierung: Der beträchtliche Eigenanteil der Stadt muss noch geklärt werden. Hierzu sollen bald Gespräche zwischen Stadtverwaltung, Mainzer Mobilität und den Stadtwerken stattfinden.

Weitere Informationen zum Straßenbahnausbau gibt es unter www.m-wie-zukunft.de.