Veranstalter zur Weinmarkt-Absage: „Mussten die Reißleine ziehen“

Am Montag haben sich die Veranstalter des Mainzer Weinmarktes zur Absage des Festes geäußert. Außer steigenden Infektionszahlen waren es auch finanzielle Aspekte, die zur Absage geführt haben.

Veranstalter zur Weinmarkt-Absage: „Mussten die Reißleine ziehen“

Diese Nachricht sorgt bei vielen Mainzern für Enttäuschung: Am Montag erklärte Veranstalter Mainzplus Citymarketing, dass der Mainzer Weinmarkt auch 2021 wegen der Corona-Pandemie abgesagt wird (wir berichteten). Zu wenig Planungssicherheit gebe es momentan, zudem würden steigende Inzidenzzahlen im Land und in Mainz ebenfalls an einer Durchführung zweifeln lassen, so die Veranstalter. Nun haben sie die Absage begründet.

„Auch wenn wir bis zuletzt gehofft haben, dass der Mainzer Weinmarkt als erstes großes Weinfest wieder stattfinden kann, überwiegt am Ende die Vernunft. Die aktuellen Entwicklungen der Pandemie versetzen uns zunehmend in Sorge. Eine Veranstaltung in dieser Größe und der üblichen Geselligkeit ist derzeit nicht umsetzbar“, so Manuela Matz (CDU), Wirtschaftsdezernentin der Stad Mainz und Aufsichtsratsvorsitzende des Veranstalters Mainzplus Citymarketing.

Auch Mainzplus Citymarketing-Geschäftsführer August Moderer sieht die Absage mit Blick auf das Risiko als richtig an. Er sagt: „Die fehlende Planungssicherheit macht eine verbindliche Durchführbarkeit schier unmöglich. Durch die Unsicherheitsfaktoren und drohenden Einschränkungen im Zuge der Pandemie müssen wir als Veranstalter nun leider die Reißleine ziehen.“ Besonders in finanzieller Hinsicht sei das Risiko für die Veranstalter zu groß. Schließlich müssten alle Beteiligten mit hohen Investitionen in Vorleistung gehen. „Dieses Risiko können wir – gerade in diesen schwierigen Zeiten – aus wirtschaftlichen Gründen nicht eingehen“, so Moderer.

Sigrid Lemb-Becker, 1. Vorsitzende der Mainzer Winzer, hofft nun auf 2022: „Wir haben vollstes Verständnis und tragen die gemeinsame Entscheidung, auch in diesem Jahr zu pausieren, zu 100 Prozent mit – und hoffen auf kommendes Jahr.“ Dennoch sagt sie: „Natürlich hätten wir Winzer gerne wieder unseren Mainzer Weinmarkt gefeiert – schließlich ist er eine der wichtigsten Veranstaltungen im Jahreskalender und wäre ein Lichtblick in dieser herausfordernden Zeit gewesen. Dennoch sind wir uns alle im Klaren, dass eine Durchführung unter den gegebenen Umständen nicht realistisch ist.“

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