Gesundheitsamt: Infektionen vor allem im privaten Bereich und in Kitas

Schulen weniger stark betroffen

Gesundheitsamt: Infektionen vor allem im privaten Bereich und in Kitas

Die Zahlen steigen und steigen: Die Stadt Mainz hat mittlerweile eine Sieben-Tage-Inzidenz von 177, im Landkreis Mainz-Bingen liegt der Wert am Dienstag bei 120 (wir berichteten). Doch wo finden die Ansteckungen mit dem Coronavirus statt? „Die Menschen infizieren sich weiterhin sehr oft im privaten Bereich“, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Dietmar Hoffmann.

In den Schulen dagegen seien nach wie vor keine großen Ausbrüche bekannt. So seien zwar seit Anfang Januar in der Stadt Mainz und im Landkreis 69 Schulen von Corona-Fällen betroffen gewesen – dabei habe es sich aber fast immer um Einzelfälle gehandelt, nur selten gab es eine weitere Übertragung. „Die Hygienekonzepte in den Schulen scheinen also zu funktionieren“, so Hoffmann.

Anders sehe es dagegen in Kitas aus. Hier waren seit Januar in Stadt und Landkreis 62 Einrichtungen betroffen. Hoffmann sagt: „Darunter waren auch einige größere Ausbrüche.“ Deshalb sei es richtig, dass vom Bildungsministerium mittlerweile angeordnet wurde, dass es keine offenen Gruppen mehr geben soll: „Das verringert die Übertragungswege und macht uns bei einem positiven Fall die Nachverfolgung leichter, weil es weniger Kontakte gibt, vor allem kann dadurch in der Regel eine Schließung der Einrichtung vermieden werden“, so Hoffmann.

Mehrere Schulen und Kitas betroffen

Im Landkreis Mainz-Bingen sind derzeit fünf Schulen und acht Kindergärten von Coronavirus-Infektionen betroffen. In der Stadt Mainz sind neun Schulen und sieben Kindergärten betroffen. Sowohl in den Schulen also auch in den Kindergärten ist die britische Mutante B1.1.7 der vorherrschende Typ, die südafrikanische oder brasilianische Mutante konnte dagegen in den Gemeinschaftseinrichtungen noch nicht nachgewiesen werden, so das Gesundheitsamt.

Wegen der stärker vorkommenden britischen Mutante hatte das Gesundheitsamt in den vergangenen Wochen nach Vorgaben des Landes die Quarantäneregeln verschärft. In den Schulen wurden beim Nachweis einer Infektion sicherheitshalber ganze Schulklassen in Quarantäne geschickt. Da es aber auch mit der Mutante keine größeren Ausbrüche in den Schulen gab, könne nach den Osterferien im Einzelfall die Quarantäne auf die engen Kontaktpersonen im Klassensaal beschränkt werden, so das Amt.

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