So viele Menschen wurden 2025 in Mainz eingebürgert

In keiner Stadt in Rheinland-Pfalz wurden 2025 so viele Menschen eingebürgert wie in Mainz. Menschen aus Syrien stellten dabei die größte Gruppe.

So viele Menschen wurden 2025 in Mainz eingebürgert

In der Landeshauptstadt Mainz haben im Jahr 2025 die meisten Menschen in ganz Rheinland-Pfalz die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Das teilt das Innenministerium mit und beruft sich damit auf Zahlen des Statistischen Landesamts.

Insgesamt wurden in Mainz demnach 995 Einbürgerungsurkunden ausgehändigt. Damit liegt die Stadt bei den absoluten Zahlen an der Spitze im Land. Dicht dahinter folgen der Landkreis Neuwied mit 979 und der Landkreis Mainz-Bingen mit 978 Einbürgerungen.

Landesweit erhielten im vergangenen Jahr 14.311 Menschen den deutschen Pass. Das waren 2045 Personen beziehungsweise 16,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Eingebürgerten waren im Durchschnitt 32 Jahre alt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer zum Zeitpunkt der Einbürgerung betrug 12,9 Jahre. 2024 lag diese bei 11,5 Jahre. Etwas weniger als ein Drittel von ihnen lebte erst bis zu acht Jahre in Deutschland.

Syrer und Türken sind die größten Gruppen

Die größte Gruppe stellten dabei, wie schon in den Vorjahren, Menschen aus Syrien mit 3337 Einbürgerungen. Ihre Zahl ist laut dem Statistischen Landesamt jedoch weiter rückläufig. An zweiter Stelle folgen Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit, von denen 1336 eingebürgert wurden, sowie Personen russischer Nationalität (852).

Die Zahl der Einbürgerungen türkischer Staatsbürger hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Das Statistische Landesamt führt diesen Anstieg auf die neuen Regelungen zur doppelten Staatsangehörigkeit zurück. Seit einer Gesetzesänderung im Juni 2024 müssen Eingebürgerte ihre bisherige Staatsangehörigkeit in der Regel nicht mehr aufgeben.

„Zeichen eines gelungenen Integrationsprozesses“

„Die steigende Zahl der Einbürgerungen zeigt, dass viele Menschen in Rheinland-Pfalz dauerhaft angekommen sind und Verantwortung für unsere gemeinsame Zukunft übernehmen wollen“, so Innen- und Integrationsminister Achim Schwickert. Die deutsche Staatsangehörigkeit sei dabei Zeichen eines gelungenen Integrationsprozesses. Dazu gehöre das Erlernen der deutschen Sprache, die Bereitschaft, sich aktiv in Gesellschaft und Arbeitsleben einzubringen sowie die Anerkennung unserer Rechts- und Werteordnung.

„Wer eingebürgert wird, muss sich zu den Werten unseres Grundgesetzes bekennen und wird so Teil unserer demokratischen Gemeinschaft“, so Schwickert weiter. Das Land werde die Kommunen auch künftig dabei unterstützen, Verfahren umzusetzen.