Gruppenvergewaltigungen: Erschreckende Zahlen für Rheinland-Pfalz

Zahlen der letzten drei Jahre liegen vor

Gruppenvergewaltigungen: Erschreckende Zahlen für Rheinland-Pfalz

Eine besonders schwere Form von Gewalt sind sogenannte Gruppenvergewaltigungen. Für das Bundesland Rheinland-Pfalz liegen zu diesem Kriminalitätsgebiet nun offizielle Zahlen vor. Diese gab das Justizministerium nun auf eine „Kleine Anfrage“ der AfD bekannt, wie die „Bild“ berichtet.

Erfasst seien Fälle, bei denen ein besonders schwerer sexueller Missbrauch gemeinschaftlich begangen wurde. Das bedeutet, dass es sich um mindestens zwei Personen handelt, die die Tat begangen haben.

Im Jahr 2018 wurden demnach 60 Gruppenvergewaltigungen registriert, von denen 22 aufgeklärt wurden. Im Jahr 2019 wurden 46 solcher Taten begangen und davon 19 aufgeklärt. 2020 waren es 39 Taten. Davon konnten 17 aufgeklärt werden. Somit ist die Zahl für die vergangenen Jahren leicht rückläufig. Im ersten Halbjahr 2021 registrierte die Justiz zwölf Fälle. Aufgeklärt wurden dabei sechs Taten.

Insgesamt wurden zwischen 2018 und dem ersten Halbjahr dieses Jahres 130 Tatverdächtige ermittelt. Davon haben 70 die deutsche Staatsbürgerschaft. Laut dem Justizministerium waren unter den Tatverdächtigen 31 Zuwanderer und 19 Asylbewerber. Elf weitere Personen haben den Status Schutz- und Asylberechtigte, Kontingentflüchtlinge. Ein weiterer Tatverdächtiger ist lediglich geduldet.

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