Rund 730 Verletzte bei fast 6000 Verkehrsunfällen: Das ist die Bilanz im Stadtgebiet Mainz vom vergangenen Jahr. Wie die Polizei mitteilt, sei vor allem die Zahl der Schwerverletzten „deutlich“ zurückgegangen.
Demnach seien im Jahr 2023 zwei Personen bei Verkehrsunfällen auf Mainzer Straßen ums Leben gekommen. Eine Fußgängerin verstarb nach einem Unfall mit einem Lkw in Mombach, ein Fußgänger wurde beim Überqueren der Mombacher Straße von einem Auto erfasst. Im Jahr zuvor waren fünf Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben.
„Das sind immer noch zwei Personen zu viel“, so der Mainzer Polizeipräsident Reiner Hamm. „Auch wenn wir hier einen Rückgang erkennen können, werden wir mit unseren Bemühungen nicht nachlassen, zum Beispiel durch intensive Kontrollen Fehlverhalten im Straßenverkehr zu erkennen und insbesondere den Menschen bewusst zu machen.“
Rückgang bei Schwerverletzten
Auch weniger Schwerverletzte konnte die Mainzer Polizei verzeichnen. Wurden 2022 noch 73 Personen schwer verletzt, waren es im letzten Jahr 49. 2019 waren es noch 126 Menschen. Die Polizei spricht hier von einem „gewaltigen Rückgang“ und dem niedrigsten Stand seit Jahren.
Insgesamt habe es im vergangenen Jahr 5886 Verkehrsunfälle im Mainzer Stadtgebiet gegeben, was einen leichten Anstieg von rund 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Leicht verletzt wurden 683 Personen und damit 37 mehr als im Jahr zuvor.
Ebenso sind die Unfälle mit Fahrrädern und Pedelecs zurückgegangen, obwohl die Zahl der Fahrradfahrer laut einer Erhebung der Stadt Mainz im Stadtverkehr zugenommen hat: von 331 im Vorjahr auf 295 im Jahr 2023 (11 Prozent). Gleiches Niveau hatte dagegen die Zahl der Unfälle, bei denen Fußgänger beteiligt waren. Im Jahr 2023 wurden der Polizei 98 gemeldet, im Vorjahr waren es 96. Ähnliches gilt für E-Scooter-Unfälle. Davon sind in beiden Jahren 55 bekannt geworden.
Anstieg der Unfälle in Rheinland-Pfalz
Gleichzeitig gab das rheinland-pfälzische Innenministerium einen leichten Anstieg der Verkehrsunfälle im gesamten Bundesland bekannt. Rund 13.800 Unfälle mit verletzten Personen wurden im vergangenen Jahr gemeldet, ein Plus von etwa 4,4 Prozent zum Vorjahr. Die Zahl der durch Verkehrsunfälle getöteten Personen sank im Vergleich zum Vorjahr von 139 auf 134. Zum Vergleich: 1971 hatte die Zahl der Todesopfer auf dem Höchststand von 1241 gelegen. Die Zahl der insgesamt verunglückten Personen stieg geringfügig von 17.593 im Jahr 2022 auf 17.858 im Jahr darauf.
„Jeder Unfall ist einer zu viel. Vor allem, wenn Menschen zu Schaden kommen“, so Innenminister Michael Ebling (SPD). „Bis 2050 soll kein Mensch mehr im Straßenverkehr sein Leben verlieren.“ Der erneute Rückgang der Schwerverletzten und tödlich Verunglückten belege, dass die Maßnahmen der Polizei erfolgreich seien. „Abseits der pandemiebedingten Sondereffekte in 2020 und 2021 liegt die Zahl der getöteten Personen auf rheinland-pfälzischen Straßen auf historischem Tiefststand“, so Ebling.