Amerikanisches Militär: Mehr Präsenz in Mainz?

Sind aktuell mehr Militärfahrzeuge der US-Army unterwegs und finden sogar mehr Truppenübungen der Amerikaner in Mainz statt? Den Eindruck hat zumindest eine Merkurist-Leserin. Wir haben nachgefragt.

Amerikanisches Militär: Mehr Präsenz in Mainz?

Der Große Sand zwischen Gonsenheim, Mombach und der Autobahn A 643 ist nicht nur ein seltenes Binnendünen- und Naturschutzgebiet, sondern wird teilweise bis heute militärisch genutzt – als Übungsgelände des US-Militärs.

Seit kurzem, so zumindest ist es der Eindruck von Merkurist-Leserin Barbara, gebe es „recht viele amerikanische Militärfahrzeuge, die dorthin fahren.“ Sie fragt sich, ob hier vermehrt Truppenübungen stattfinden. Gibt es womöglich sogar einen Zusammenhang mit den angekündigten Trainingseinheiten ukrainischer Soldaten in Deutschland? Diese finden momentan auf einigen Truppenübungsplätzen des US-Militärs in Deutschland statt. Wie der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John F. Kirby, bereits Ende April auf Twitter bestätigte, haben „die Vereinigten Staaten mit der Ausbildung ukrainischer Streitkräfte an wichtigen Waffensystemen in US-Militäreinrichtungen in Deutschland begonnen.“ Ausgebildet würde an Haubitzen, Radarsystemen und gepanzerten Fahrzeugen.

Truppenübungen für ukrainische Soldaten?

Bekannt sind bislang unter anderem Tätigkeiten im bayerischen Grafenwöhr sowie auf dem 160 Quadratkilometer großen Truppenübungsplatz Hohenfels. Kommen solche Übungen also auch in Mainz in Frage?

Bei der Stadt Mainz, so erfährt man auf Anfrage, sei noch keine Meldung über auffallend häufige Truppenpräsenz aus der Bevölkerung angekommen, so Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr. „Mir ist jedenfalls nichts zu Ohren gekommen.“ Jedoch müsse die US-Army keinerlei Aktivitäten bei der Stadt anmelden.

Zuständig für das Übungsgelände im Großen Mainzer Sand ist die Garnison Wiesbaden der US-Armee. Das Trainingsgelände hier werde „standardmäßig für Schulungen genutzt“, erklärt Audra E. Calloway, Pressesprecherin der U.S. Army Europe and Africa Public Affairs. Allerdings, so Calloway, gebe es dort derzeit keine erhöhte Trainingstätigkeit, auch nicht aufgrund des aktuellen Weltgeschehens.

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