Schnee, Frost und Glatteis sind gerade allgegenwärtig in Mainz. Der Winterdienst ist mit elf Groß- und zwei Kleinfahrzeugen im Einsatz, um für Sicherheit auf Verkehrswegen zu sorgen. Das teilt die Pressestelle der Stadt Mainz auf Merkurist-Anfrage mit. Die Räumung folge dabei einem festen Plan.
Hauptverkehrsstraßen und Buslinien zuerst
Wie Pressesprecher Ralf Peterhanwahr erklärt, habe die Stadt eine Prioritätenliste mit vier Stufen erstellt, nach der die Stadtreinigung Mainz und die Kommunale Abfallwirtschaft bei der Räumung vorgehen. Diese werde jährlich überprüft und aktualisiert. Die höchste Dringlichkeitsstufe I umfasst demnach die wichtigsten Verkehrsadern der Stadt. „Es werden als erstes Hauptverkehrsachsen geräumt sowie ÖPNV-Strecken und gefahrenträchtige Straßen“, teilt die Pressestelle der Stadt Mainz auf Merkurist-Anfrage mit. Als besonders gefährlich gelten beispielsweise Straßenabschnitte mit starken Steigungen oder Gefällen.
Erst wenn diese Wege geräumt sind, folgen die Straßen der Stufe II, nämlich Verbindungs- und Wohnsammelstraßen. In Stufe III kümmert sich der Winterdienst dann um Wohnstraßen, wobei auch hier gefährliche Hanglagen, wie sie beispielsweise in Laubenheim oder auf dem Lerchenberg zu finden sind, Vorrang haben. Reine Anliegerstraßen mit geringer Verkehrsbedeutung bilden die letzte Stufe IV und werden zuletzt angefahren.
Bis zu 107 Mitarbeiter im Einsatz
Wie oft die Straßen geräumt werden, hänge von der Wetterlage ab und werde nach Bedarf entschieden, so Pressesprecher Peterhanwahr. Für den Extremfall stehen dem Winterdienst in Mainz maximal 37 Fahrzeuge für Fahrbahn-, Rad- und Gehwegräumung sowie insgesamt 107 Mitarbeiter zur Verfügung. Außerdem könnte eine zweite Schicht mit 32 zusätzlichen Fahrern für den Fahrbahnwinterdienst besetzt werden.
Externe Firmen werden laut Peterhanwahr nur zur Unterstützung der Streuung von Hand beauftragt. Sie helfen bei der manuellen Räumung von Gehwegen entlang städtischer Grundstücke wie Spielplätzen, Kitas, Sportanlagen sowie an Bushaltestellen und Fußgängerüberwegen.