Die Landeshauptstadt Mainz ist zum vierten Mal in Folge zur „dynamischsten Stadt“ Deutschlands gekürt worden. Das teilt die Stadtverwaltung mit und bezieht sich auf das jährliche Städteranking von IW Consult, Immoscout24 und der „Wirtschaftswoche“.
In der Untersuchung, die 71 kreisfreie Städte mit über 100.000 Einwohnern vergleicht, landet Mainz im Niveau-Ranking auf dem sechsten Platz und verbessert sich damit um einen Rang zum Vorjahr. Untersucht wurden die Wirtschaftsstruktur, die Lebensqualität sowie der Arbeits- und Immobilienmarkt.
Das Dynamik-Ranking, das die Entwicklung von 36 Indikatoren in den vergangenen fünf Jahren analysiert, führt Mainz erneut an. Besonders gut schneidet die Stadt in den Kategorien „BIP je Einwohner“ und „Produktivität“ (jeweils Platz 1) sowie beim Faktor „Arbeit“ (Platz 10) ab. Ein neu eingeführter Infrastrukturindex, der Forschung, Verkehr, Bildung, Digitales und Klima bewertet, zeigt jedoch Nachholbedarf: Hier rangiert Mainz nur auf Platz 43.
„Dass sich Mainz jetzt zum vierten Mal in Folge dynamischste Stadt Deutschlands nennen darf, ist eine großartige Bestätigung unserer vielfältigen Anstrengungen und unseres eingeschlagenen Weges“, so Oberbürgermeister Nino Haase. Das Ranking belege seiner Ansicht nach die „Attraktivität und Stärke unserer Stadt“. Das Ergebnis im Bereich Infrastruktur sei hingegen „Wegweiser und Ansporn zugleich, wo wir nachjustieren und unsere Bemühungen intensivieren müssen.“
Blick in die Zukunft
Auch Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz zeigt sich erfreut: „In den vergangenen Jahren haben wir unseren Wirtschaftsstandort mit verschiedenen Maßnahmen gestärkt, massiv investiert, konsequent auf Zukunftszweige gesetzt und die sich uns bietenden Chancen zielgerichtet genutzt.“ Man werde sich aber nicht auf dem Erfolg ausruhen. „Im Gegenteil, wir setzen noch stärker auf Innovation, Investitionen und Kooperationen, damit unser Standort noch wettbewerbsfähiger wird, zukunftsfest bleibt und sich auch künftig neue Chancen erschließt.“
Laut der „Wirtschaftswoche“ haben sich in keiner anderen deutschen Großstadt seit 2019 die wirtschaftlichen und sozioökonomischen Indikatoren so stark verbessert wie in Mainz. Die Stadt punkte mit dem bundesweit dritthöchsten Bruttoinlandsprodukt und der am stärksten gestiegenen Produktivität. Als „industrielle Produktivitätstreiber“ werden Firmen wie BioNtech, der Glashersteller Schott sowie Werner & Mertz genannt. Zudem biete Mainz eine 100-prozentige 5G-Mobilfunkabdeckung.