Mainzer Stadtbäume melden jetzt ihren Wasserbedarf

Stadtwerke starten Projekt mit Wohnbau und einem Start-up

Mainzer Stadtbäume melden jetzt ihren Wasserbedarf

Ein Sensor am Baum soll künftig melden, ob er durstig ist. Für ein Projekt mit den Mainzer Stadtwerken und der Wohnbau hat das Start-up „Treesense“ einige junge Mainzer Stadtbäume mit speziellen Geräten ausgestattet, die melden sollen, sobald die Pflanzen Wasser brauchen.

Per Funk sollen die Sensoren in den kommenden Monaten mehrmals am Tag Daten darüber übermitteln, wie der Wasserhaushalt der Pflanzen ist. „So ermöglichen sie ein bedarfsgerechtes Gießen von Jungbäumen in Mainz“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke. In den so genannten „Xylem-Kanälen“ der Äste erfassen die Sensoren den elektrischen Widerstand. Diese Kanäle sind verantwortlich für den Wassertransport von den Wurzeln bis in die Baumkrone. Je mehr Wasser sich im Baum befindet, desto geringer ist der gemessene elektrische Widerstand. Somit kann im Lauf der Zeit erkannt werden, wann es Zeit ist zum Gießen.

Test an zehn Standorten

Für die Übertragung der Daten wird das LoRaWan-Funknetz der Stadtwerke genutzt, das geringe Datenmengen auch über große Entfernungen hinweg übermitteln kann. Von dort gelangen sie dann zu Treesense, wo die Daten ausgewertet und visualisiert und dann allen Projektbeteiligten zur Verfügung gestellt werden.

Getestet werden die Sensoren zunächst an zehn Baum-Standorten der Wohnbau in Mainz: in Mombach, Gonsenheim, auf dem Hartenberg und dem Lerchenberg. Diese erste Testphase soll bis September laufen. Ziel sei es, ohne größeren Aufwand ein bedarfsgerechtes Gießen der Bäume sicherzustellen, so die Stadtwerke.

Erst vergangene Woche wurde das Start-up Treesense vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit dem Sonderpreis „Digitale Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet.

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