Warnung der Bevölkerung: 32 neue Sirenen für Mainz

Ausbau kostet rund 700.000 Euro

Warnung der Bevölkerung: 32 neue Sirenen für Mainz

Das Sirenennetz der Stadt Mainz wird ausgebaut und erneuert. Das beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch, 23. September, einstimmig. Laut Beschlussvorlage sollen ab 2021 sukzessiv neue Sirenen installiert werden.

Derzeit gibt es über das Stadtgebiet verteilt 55 elektromechanische Sirenen, die noch aus den 1960er Jahren stammen. Die Standorte befinden sich laut Stadtverwaltung überwiegend in der Nähe der beiden Störfallbetriebe Prefere Paraform GmbH & Co. KG und Roth Energie GmbH & Co. KG (beide in Mombach) sowie entlang der Hauptverkehrswege, über welche Gefahrgut transportiert wird und die Gefahr eines entsprechenden Gefahrgutunfalls besteht. In den Stadtteilen Drais, Ebersheim und Lerchenberg sind laut Vorlage derzeit keine Sirenen installiert. In anderen Stadtteilen und der Innenstadt gibt es Teilbereiche, die ebenfalls nicht beschallt werden.

Das Problem sollen insgesamt 32 elektronische Hochleistungssirenen an neuen Standorten lösen. Sie sollen die vorhandenen Sirenen ersetzen. „Mit ihnen wird es möglich sein, bei Bedarf das gesamte bebaute Stadtgebiet – inklusive aller Vororte – zu beschallen. Im Gegensatz zu den derzeit verbauten Geräten werden die neuen Sirenen auch bei Ausfall des Stromnetzes funktionieren, da in jeder Sirene ein Akku verbaut ist. Dies wird der Betriebssicherheit zugutekommen“, so die Verwaltung. Die Kosten für den Ausbau betragen etwa 558.000 Euro, dazu kommen baubegleitende Ingenieurleistungen in Höhe von 110.000 Euro.

Am 10. September fand erstmals ein Warntag statt, bei dem die Sirenen in der Stadt sowie Warn-Apps und Rundfunkwarnungen überprüft worden waren. Hierbei wurde ein „deutlicher Optimierungsbedarf“ festgestellt (wir berichteten). (pk)

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