Mainz wird „sicherer Hafen“ für Seenot-Flüchtlinge

Stadtrat stimmt Antrag zu

Mainz wird „sicherer Hafen“ für Seenot-Flüchtlinge

Der Mainzer Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, Mainz zum „sicheren Hafen“ für Seenot-Flüchtlinge zu erklären. Dem Antrag der Fraktion Die Linke stimmten die SPD, Die Grünen, Die Linke und die ÖDP mehrheitlich zu.

Damit ist Mainz die 48. Stadt oder Kommune, die sich bereiterklärt, über den Verteilmechanismus des Königsteiner Schlüssels hinaus Flüchtlinge aufzunehmen.

Jana Schneiß, Vorsitzende der Jusos Mainz, sagt: „Das ist ein starkes Zeichen der Humanität und der Solidarität – gerade an einem Tag, an dem die Bundesregierung weitere Asylrechtsverschärfungen beschlossen hat.“ 30 Mitglieder des Bündnisses „Seebrücke Mainz“ hatten ab 14:30 Uhr vor Beginn der öffentlichen Sitzung die ankommenden Abgeordneten empfangen und mit Bannern und Plakaten auf ihr Anliegen, dem Antrag zuzustimmen, aufmerksam gemacht.

Seit Juni 2018 hatte die Mainzer Seebrücke in drei Demonstrationen mit insgesamt 3000 Besuchern unter dem Motto „Schafft sichere Häfen“ für einen humanitären Kurs in der Flüchtlingskrise geworben. In diesem Jahr sind nach offiziellen Angaben bereits mehr als 400 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen. (mm)

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