Warum die Stadt Bäume an Mainzer verschenkt

Ersatzpflanzungen von 150 Straßenbäumen im Stadtgebiet

Warum die Stadt Bäume an Mainzer verschenkt

In Mainz sind im vergangenen Winter 150 Straßenbäume als Ersatz für zuvor entfernte Bäume neu gepflanzt worden. Sie stammen von insgesamt 25 Baumarten und -gattungen. Während dieses Mal überwiegend heimische Baumarten wie Linde, Ahorn und Erlen gesetzt wurden, sollen künftig Bäume nachgepflanzt werden, die für das „verändernde Stadtklima bestmöglich geeignet sind“, so die Stadt Mainz.

Das städtische Fachamt habe bei den Pflanzungen in diesem Jahr den Schwerpunkt auf die dichtbesiedelten Stadteile Altstadt und Neustadt sowie Hartenberg-Münchfeld gelegt, hier vor allem in der Wallstraße, An der Allee, Am Fort Gonsenheim und in der Dijonstraße. Auch in der Rheinallee wurden im Zufahrtsbereich zum Mombacher Kreisel 14 Bäume nachgepflanzt, die in den vergangenen Jahren entfernt worden waren.

Für die 150 gepflanzten Bäume wurden über 1.000 Tonnen Material transportiert und jeder Baum mit rund 4.500 Litern Wasser versorgt. In den ersten drei Jahren rechnet die Stadt mit Kosten von 250.000 Euro für die Pflege der Bäume.

Im nächsten Winter solle es wieder rund 150 „Ersatzpflanzungen“ geben, teilt Grün- und Umweltdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) mit. „Es erfolgen bereits Planungen für die kommenden Ersatzpflanzungen. Gerade wird das Ausschreibungsverfahren für 2022 vorbereitet.“ Dann werde der Schwerpunkt auf Altstadt und Neustadt sowie der Oberstadt liegen, mit weiteren Pflanzungen im Übergang von der Oberstadt nach Weisenau. Dann würden vor allem Baumarten ausgewählt, die sich für das künftige Stadtklima eignen. Dazu orientiere man sich an den Empfehlungen der „Ständigen Konferenz der Gartenamtsleiter beim Deutschen Städtetag“. Ziel sei es dabei etwa, Alleen – wie die Kirschbaumalle in der Ritterstraße – zu erhalten und verschiedenartige Bäume zu setzen, die somit resistenter gegen Schädlinge und Krankheiten sind.

Geplant seien Bäume in der Göttelmannstraße, Am Stiftswingert und in der Hechtsheimer Straße. Begonnen werden die Pflanzarbeiten im Herbst, in den Wintermonaten sollen sie möglichst abgeschlossen sein.

Laubbäume an Gartenbesitzer verschenkt

Zudem unterstütze die Stadtverwaltung Gartenbesitzer dabei, „in ihrem eigenen Garten mit der Pflanzung eines zusätzlichen Laubbaumes einen Beitrag zur ökologischen Vielfalt im Stadtgebiet zu leisten“, heißt es von Seiten der Stadt. Dazu wurden im Winter 41 Einwohnern, die über ein ausreichend großes Gartenstück in Mainz verfügen, über das Förderprogramm „Der geschenkte Baum“ Pflanzen verschenkt. Interessierte könnten sich noch beim Grün- und Umweltamt melden. Dort würden in den nächsten Wochen die eingehenden Wünsche gesammelt und entsprechende Bäume beschafft.

Über das Patenschaftsprogramm „Mein Mainzer Baum“ könne zudem mit einer Spende von 450 Euro ein Jungbaum übernommen werden.

Wer an einem der Programmen interessiert ist, kann das Grün- und Umweltamt kontaktieren: per Mail unter gruen-umweltamt@stadt.mainz.de oder telefonisch unter 06131 12-2801.

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