So soll die Ludwigsstraße in Zukunft aussehen

Lange wurde geplant, umgeworfen, diskutiert und verhandelt - nun stellten die Projektentwickler das neue Konzept für die Ludwigsstraße vor. Am Freitagmorgen wurden die ersten Details des Großbauprojekts bekannt gegeben.

So soll die Ludwigsstraße in Zukunft aussehen

Endlich tut sich etwas: Seit vielen Jahren ist das Karstadt-Areal auf der Ludwigsstraße ein großes Thema in Mainz. Nach vielen Diskussionen und Verhandlungen ist es nun soweit- die Projektentwickler der Boulevard Lu GmbH& Co. KG stellten am Freitagmorgen ihr neues Konzept vor. Ziel ist es, die „Lu“ wieder zum Anziehungspunkt in der Mainzer Innenstadt zu machen.

Pläne für die Karstadt-Filiale

Doch bevor es losgehen kann, müssen Teile des Karstadt-Komplexes abgerissen werden (wir berichteten). Das alte Gebäude passe nicht zum modernen Konzept, sagt Tim Gemünden, Projektleiter von „Lu erleben“. Nur die Fassade hin zur Weißliliengasse und das alte Parkhaus sollen erhalten bleiben. Außerdem gaben die Projektleiter bekannt: Karstadt bleibt an der Ludwigsstraße. „Das Konzept wurde Karstadt vorgestellt und sie wurden in die Planung mit einbezogen“, erklärt Dirk Gemünden, Geschäftsführer der J. Molitor Immobilien GmbH. Die Karstadt-Filiale wird in dem neuen Gebäude auf drei Stockwerke verteilt sein.

Auch für die Bauzeit haben die Projektentwickler gemeinsam mit Karstadt eine Zwischenlösung gefunden: Um den Betrieb während der drei Bauphasen aufrecht zu erhalten und die Mitarbeiter weiterhin zu beschäftigen, wird die Verkaufsfläche in die alte Karstadt Sport-Filiale verlegt. Dieser Teil soll als erstes ausgebaut werden. Die Bauarbeiten könnten, so der Projektleiter, schon in diesem Jahr starten.

Neues Konzept

„Eine Herausforderung waren die alten Mietverträge. Dieses Problem haben wir jetzt aber lösen können“, sagt Dirk Gemünden. Das Ziel sei jetzt klar: „Wir wollen die Lu wieder zu einem Ort machen, an dem Mainz zusammenkommt“, sagt Tina Bardot, Geschäftsführerin von J. Molitor Immobilien. Dass das Erlebnis im Fokus stehen soll, wird im Konzept deutlich: Shopping, Genuss und Kultur. Diese Verbindung sehen die Projektentwickler als Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Mainz.

„Es wird nicht weniger Raum für Mainzer Lebenslust geben, sondern mehr“, sagt Tim Gemüden.

Insgesamt sollen in dem neuen Gebäude außer der Karstadt-Filiale entstehen: eine Fläche mit Pop-Up-Stores, Gastronomie, ein Hotel, ein Club und ein großes Parkhaus. Außerdem wird es auf einer Fläche von 8.600 Quadratmetern weiteren Einzelhandel geben. „Auf der Pop-Up-Fläche im Erdgeschoss wollen wir vor allem Mainzer Akteuren die Chance geben, ihre Produkte zu zeigen. Diese Angebote sollen sich dann von Zeit zu Zeit verändern“, erklärt Tina Badrot. Zudem soll es in der Mitte des Gebäudes eine große Freitreppe geben, auf der Künstler und Musikgruppen sich präsentieren können.

Ein wichtiger Teil des neuen Konzepts sind die Dachterrassen: Hier soll es mehrere große Flächen geben, von denen aus Mainzer und Besucher über die Stadt schauen können. Auch Oberbürgermeister Michael Ebling ist von der Idee überzeugt: „Das Konzept passt zur Stadt Mainz und dem Mainzer Lebensgefühl. Ich freue mich für den Handel, aber auch die Gastronomie und die Kunden, dass wir mit diesem Projekt die Stadt aufwerten können.“

Wann wird das Bauprojekt beendet sein?

Was den Zeitplan angeht, können die Verantwortlichen noch keine genauen Daten nennen. Wann genau Besucher das erste Mal dort einkaufen können, steht noch nicht fest. Dirk Gemünden hofft aber, die fertige Lu bald sehen zu können: „Ich bin gerade erst 76 Jahre alt geworden. Mein Ziel ist es, dass sich bis zu meinem 80. Geburtstag an der Lu schon etwas getan hat.“

(rk)

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