Bauprojekt Ludwigsstraße: So können sich die Mainzer beteiligen

Das Karstadt-Areal in Mainz soll neu bebaut und umgestaltet werden. Die ersten Bebauungspläne stellten die Projektentwickler im März vor. Jetzt sollen die Bürger in die Planung miteinbezogen werden - aber wie?

Bauprojekt Ludwigsstraße: So können sich die Mainzer beteiligen

Die nächste Phase des Gr0ßbauprojektes an der Ludwigsstraße ist eingeläutet worden - das „Bürgerbeteiligungsverfahren“ steht an. Dieses haben Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD), Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) und Baudezernentin Marianne Grosse (SPD) gemeinsam mit Erik Flügge von der Squirrel & Nuts GmbH am Dienstagvormittag (11. Juni) vorgestellt.

Der Plan für die „Lu“

Bereits seit einigen Jahren wird das neue Konzept für die Ludwigsstraße erarbeitet. Im März haben die Projektentwickler der Boulevard Lu GmbH& Co. KG ihre Bebauungspläne für das Karstadt-Areal vorgestellt. Nur die Fassade hin zur Weißliliengasse und das alte Parkhaus sollen erhalten bleiben. Außer der Karstadt-Filiale sollen hier eine große „Pop-Up-Halle“ sowie weitere Flächen für Einzelhandel und Gastronomie entstehen. Zudem wird es eine Dachterrasse, ein Hotel, einen Club und eine große Freitreppe geben. Weitere Informationen erhaltet Ihr hier.

Ein neuer Hotspot für Mainz

Das Ziel sei es die „Lu“ zu einem Hotspot in der Mainzer Innenstadt zu machen, sagt Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz. „Es ist notwendig, dass wir eine Entwicklung haben, die von der Bevölkerung getragen und auch von den Kunden angenommen wird.“ Deshalb sollen die Mainzer aufgefordert werden, sich an der Planung zu beteiligen und Ideen einzubringen. Hierzu hat die Squirrel & Nuts GmbH ein zweistufiges „Bürgerbeteiligungsverfahren“ geplant.

Wie kann man sich beteiligen?

Das erste Treffen wird am Mittwoch, 26. Juni, um 18 Uhr im Kurfürstlichen Schloss stattfinden. Der Oberbürgermeister, die Dezernenten, die Gremienmitglieder sowie die Vertreter der Projekt- und Stadtentwicklung werden anwesend sein, sagt Baudezernentin Marianne Grosse. „Wir wollen ein offenes Bürgerforum. Alle Personen sind herzlich eingeladen zu kommen. Sie sollen gleichrangig angehört werden“, so Erik Flügge von der Squirrel & Nuts GmbH. „Es geht um einen Dialog auf Augenhöhe.“ Die Verantwortlichen informieren dann auch über den Stand des Projekts und über die weitere Planung. Es gehe darum „Spielräume“ des Bauprojekts aufzuzeigen, die von den Bürgern mitbestimmt werden können.

Außerdem werde eine Fragebogen-Umfrage zum Bauprojekt gestartet. Konkret ginge es in der Befragung darum, wie sich die Mainzer ein Einkaufszentrum vorstellen, so Flügge. Ziel sei es, die Ergebnisse der Umfrage in die Stadtplanung miteinfließen zu lassen und auf einen Konsens zu kommen. Die Meinungen und Ideen der Bürger sollen also in der weiteren Planung berücksichtigt werden, unter anderem auch bei der Anwerbung der verschiedenen Geschäfte und Investoren - denn hierzu sei noch nichts entschieden, erklärt OB Michael Ebling. „Das ist nur ein Entwurf, eine Idee des Projektträgers. Man kann es gut finden oder schlecht finden. Man kann sagen ‘Ich will’s ein bisschen anders.’ Darum machen wir dieses Verfahren, um genau diese Debatte zu führen.“

Informationen zur Bürgerbeteiligung

Um auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen, werden in der ganzen Stadt Plakate aufgehängt. Der zweite Termin wird im August sein - das genaue Datum sowie Uhrzeit und Ort sind noch nicht bekannt. Vorab könne man sich auf der Webseite zum Bauprojekt informieren, sagt Marianne Grosse. Diese werde derzeit aber noch geplant. (df)

Logo