Corona-Zahlen steigen langsam an

Gesundheitsamt Mainz-Bingen hat „mit der Nachverfolgung der Fälle derzeit gut zu tun“

Corona-Zahlen steigen langsam an

Die Fallzahlen der Infektionen mit dem Corona-Virus steigen auch im Landkreis Mainz-Bingen und in der Stadt Mainz wieder an - wenn auch noch auf einem einigermaßen niedrigen Niveau. Das teilt die Kreisverwaltung Mainz-Bingen am Dienstag mit.

Insgesamt sind die Zahlen derzeit so, wie sie letztmals Anfang/Mitte Juni in der Statistik standen. „Das zeigt uns, dass das Coronavirus noch lange nicht weg ist“, sagt der für das Gesundheitsamt Mainz-Bingen zuständige 3. Beigeordnete des Landkreises, Erwin Malkmus. „Mitte Juli hatten wir gerade noch vier aktuelle Fälle und es gab viele Tage, an denen wir keine neue Infektionen zu vermelden hatten“, so Malkmus.

Die insgesamt 28 aktuellen Fälle im Bereich des Gesundheitsamtes seien jedoch nicht nur Urlaubsrückkehrer. Acht der heute als infiziert gemeldeten Personen in Mainz und Mainz-Bingen sind aber dieser Gruppe zuzuordnen. Infektionen fänden jedoch auch zum Beispiel am Arbeitsplatz statt, oder eben immer dort, wo sich mehrere Personen auf engerem Raum begegnen. „Deswegen gilt nach wie vor meine Bitte und mein Wunsch: Halten Sie die Hygienevorschriften ein, halten Sie Abstand, schützen Sie sich und andere“, so Malkmus.

Im Gesundheitsamt zieht die Arbeit mit dem Corona-Virus indes wieder an: „Wir haben mit der Nachverfolgung der Fälle derzeit gut zu tun“, erklärt der Leiter Dr. Dietmar Hoffmann. Die weitere Öffnung der Kindergärten und den baldigen Schulstart beobachte er in gespannter Erwartung. Auch er appelliert an die Verantwortung aller Mainz-Binger, ihren Teil dazu beizutragen, damit das Virus und seine Verbreitung im Griff gehalten werden kann. Dazu gehöre es zum Beispiel, den Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wo er gefordert ist.

Zudem müssten Menschen, die im Urlaub oder geschäftlich in Risikogebieten waren, bei der Heimkehr unbedingt in eine zweiwöchige Quarantäne. Auch der Eintrag in Namenslisten beim Besuch einer Veranstaltung oder eines Restaurants sei weiterhin notwendig. „Nur, wenn wir alle gemeinsam weiterhin wachsam bleiben, können wir einen gefährlichen Anstieg der Infektionszahlen verhindern“, appellieren Dr. Hoffmann und Malkmus gemeinsam an die Bevölkerung. (nl)

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