Rundfunkbeitrag wird erhöht - das müssen TV-Zuschauer bald zahlen

Erste Erhöhung seit mehr als 10 Jahren

Rundfunkbeitrag wird erhöht - das müssen TV-Zuschauer bald zahlen

Der Rundfunkbeitrag wird im kommenden Jahr aller Voraussicht nach erhöht. Am Mittwoch haben die Landesregierungen einen entsprechenden Staatsvertrag zur Anpassung des Rundfunkbeitrags unterzeichnet. Das gab die rheinland-pfälzische Landesregierung bekannt.

Der Rundfunkbeitrag wird dann zum ersten Mal seit über zehn Jahren angehoben und von derzeit 17,50 auf 18,36 Euro ansteigen. Eine entsprechende Empfehlung hatte die unabhängige Expertenkommission KEF ausgesprochen.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) äußert sich dazu wie folgt: „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat besonders in der Corona-Pandemie bewiesen, wie wichtig die Medien für unsere Gesellschaft sind. Die Medien – sowohl die privaten als auch die öffentlich-rechtlichen – informieren, dokumentieren, liefern Hintergründe, aber sie unterhalten auch mit einem breitgefächerten Angebot. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Umgang mit der Corona-Pandemie und zur Eindämmung des Infektionsgeschehens“, so Dreyer weiter.

Gleichzeitig seien alle Medien auf unterschiedliche Art und Weise wirtschaftlich unter Druck geraten. „Neben Hilfen für den privaten Rundfunk ist deshalb auch die moderate Beitragsanpassung ein wichtiger Baustein zum Erhalt unseres vielfältigen dualen Rundfunksystems, das sich gerade in dieser Krisenzeit bewährt hat“, so Dreyer. Mit der Unterzeichnung des Änderungsstaatsvertrages durch die 16 Regierungschefs der Länder startet jetzt der Ratifikationsprozess in den Länderparlamenten. Diese müssen der Erhöhung dann einstimmig zustimmen. Der Änderungsstaatsvertrag soll zum 1. Januar 2021 in Kraft treten. (mm)

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