Medienmesse Content Convention in Mainz vor dem Aus

Die rheinland-pfälzische Staatskanzlei steigt als Veranstalter der Content Convention in Mainz aus. Die Zukunft der Medienmesse ist damit ungewiss.

Medienmesse Content Convention in Mainz vor dem Aus

Die rheinland-pfälzische Staatskanzlei wird nicht länger als Veranstalter der Content Convention in Mainz auftreten. Das teilte die Staatskanzlei auf Anfrage von Merkurist mit. Die Zukunft der Medienmesse, die bis 2025 stattfand, ist damit ungewiss.

Bisher war die Staatskanzlei außer der Inventive Studios GmbH Mitveranstalter der Messe. Diese Zusammenarbeit wird nun beendet. Ob und in welcher Form der bisherige Partner die Veranstaltung weiterführen wird, ist laut Staatskanzlei unklar.

Neue Ausrichtung und hohe Kosten

Als Grund für den Rückzug nennt die Staatskanzlei eine strategische Neuausrichtung nach der Regierungsneubildung und dem Wechsel von SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer hin zu Gordon Schnieder von der CDU. „Im Mittelpunkt sollen dabei medienpolitische Schwerpunktthemen stehen, die für die Zukunft des Medienstandorts von besonderer Bedeutung sind“, heißt es in der Antwort weiter. Dafür entwickle die Staatskanzlei nun „passende Formate“.

Die Kosten für die Content Convention waren in den vergangenen Jahren unterschiedlich hoch. Zuletzt beteiligte sich die Staatskanzlei mit rund 230.000 Euro an den Gesamtkosten von etwa 315.000 Euro. Die Finanzierung erfolgte hauptsächlich über eine Kostenteilung mit dem Kooperationspartner.

Künftige medienpolitische Veranstaltungen der Landesregierung und regierungsnaher Institutionen sollen unter der Dachmarke „MEDIA MADE IN RLP“ gebündelt und weiterentwickelt werden.